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Modellbauer beweisen Liebe zum Detail

Alt-Laatzen Modellbauer beweisen Liebe zum Detail

Bei einer Ausstellung im Luftfahrtmuseum Laatzen haben 25 Bastler des Vereins der Plastikmodellbauer Hannover (VdPM) am Sonntag ihre selbst gebastelten Miniaturen gezeigt - und bei ihren Modellen viel Liebe zum Detail bewiesen. Bei der Schau legten die Aussteller zudem viel Wert auf gute Gespräche.

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Klaus Franke aus Wienhausen bei Celle legt beim Modellbau wert auf eine möglichst realistische Rekonstruktion der originalen Vorbilder.

Quelle: Daniel Junker / www.junkerphoto.de

Alt-Laatzen. Nicht nur Flugzeuge waren bei der Ausstellung im Luftfahrtmuseum zu sehen. Die Modellbauer des VdPM zeigten auch zahlreiche Autos, Schiffsmodelle und sogar Fantasyfiguren im Miniaturformat - ein großer Kontrast und dennoch eine passende Ergänzung zu den riesigen Flugzeug-Originalexponate, zwischen denen die Modellbauer ihre Stände aufgebaut hatten. Zahlreiche Besucher nutzten am Sonntag die Möglichkeit, mit den Bastlern über ihr Hobby ins Gespräch zu kommen. Nicht wenige gehörten selbst zum Fachpublikum, das großes Interesse am detailgetreuen Nachbau realer Vorbilder hegt.

In ihren Arbeiten bewiesen die Bastler viel Liebe zum Detail - und auch zu den Geschichten, die ihre Modelle mit der Realität verbindet. Dirk Mennigke aus Hämelerwald hatte seinem Nachbau des Zerstörers U.S.S. Macomb zum Beispiel einen Brief beigelegt, der 1942 zur Indienststellung des echten Schiffes gestempelt wurde. "Ich möchte mich auch mit der Geschichte zu meinen Modellen beschäftigen", sagte der 50-Jährige. Mennigke setzt sogar kleine Figuren auf seine Modelle und kreiert Rostflecken mit Farbe, um ein möglichst realistisches Abbild zu schaffen. Auf einem Felsen konnte der aufmerksame Betrachter winzige Möwen entdecken.

Ein möglichst realgetreues Abbild der originalen Flugzeuge strebt auch Klaus Franke aus Wienhausen bei Celle an. "Ich versuche, meine Modelle möglichst genau dem Original anzugleichen", erzählt der 73-Jährige, der bereits seit seinem 13. Lebensjahr Modelle erstellt. Das Zusammensetzen der Plastikteile sei nur ein Teil davon. "Die Farbe ist ausschlaggebend dafür, dass das Modell dem Original möglichst ähnlich sieht."

Tom Grigat aus Schwölper verfolgt einen anderen Ansatz. Sein Modell einer Fokker F2 hat er zum Beispiel auf die aufgeschlagenen Seiten eines alten Jugendbuches mit dem Titel "Luftreisen" gebaut. "Ich wollte mit dem Modell die Idee des Fliegens zusätzlich visualisieren. Das fand ich passend."

Mit seinen 86 Jahren war Siegfried Fricke am Sonntag wohl der älteste Aussteller. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des VdPM und des Luftfahrtmuseums. "Karl Kössler, der damalige Leiter des Luftfahrt-Bundesamtes, hatte mich damals angesprochen, ob ich nicht auch Modelle in das Museum mit einbringen möchte", berichtete er. Mittlerweile habe er für die Laatzener Einrichtung an der Ulmer Straße 2 rund 150 Modelle sowie Dioramen und Figuren gebastelt.

Die Ausstellung des Modellbauvereins war bereits die dritte in der Laatzener Halle. "Man kann sich hier die Flugzeugoriginale und unsere Nachbauten ansehen, das passt sehr gut zusammen", sagte Holger Nordmann, Vorsitzender des VdPM.

An jedem vierten Donnerstag im Monat organisiert der Verein ab 19 Uhr einen Bastelabend im Freizeitheim Vahrenwald. Interessierte sind dort gern gesehen. Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Seite vdpm-hannover.de.

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Von Daniel Junker

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