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RRP aufgelöst - Ratsherr wechselt zur GFW

Laatzen RRP aufgelöst - Ratsherr wechselt zur GFW

Die Rentnerinnen- und Rentnerpartei RRP ist Geschichte: Wie jetzt bekannt wurde, hat sich die Partei bundesweit aufgelöst. Laatzens RRP-Ratsherr Uwe Faull will nun für die Gemeinschaft Freier Wähler antreten, deren Ortsverband sich vor kurzem gegründet hat.

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Sie kandidieren für die Gemeinschaft Freier Wähler: Uwe Faull (von links), Henrike Picht, Michael Kleen und Rainer Picht.

Quelle: privat

Laatzen. "Mit dem heutigen Tage 14.05.2016 hat sich die Partei Bündnis21/RRP aufgelöst", heißt es in knappen Worten auf der Internetseite der RRP. Hintergrund seien rückläufige Mitgliederzahlen, sagt der Laatzener RRP-Ratsherr Uwe Faull. Zuletzt sei der Vorstand nicht mehr aktiv gewesen - "und es hatte keiner mehr Interesse, sich in den Vorstand aufnehmen zu lassen".

Die zweiköpfige RRP-Stadtratsfraktion bleibe gleichwohl bis zum Ende der Wahlperiode bestehen, sagt Faull. Er selbst wolle im September erneut bei der Kommunalwahl antreten - dann für die Gemeinschaft Freier Wähler (GFW), der der 72-jährige Rethener am Freitag beigetreten ist. Der zweite RRP-Ratsherr Walter Mehring kandidiere hingegen nicht.

An den Mehrheitsverhältnissen im Rat ändert die Entscheidung nichts: Faull kündigte an, der gemeinsamen Gruppe CDU/FDP/RRP treu zu bleiben. Pikant: Sein neuer Mitstreiter bei der GFW, Michael Kleen, war im Dezember aus der CDU ausgetreten und ist damit potenzieller Kontrahent im Rat. Der Vorsitzende der Ratsgruppe Winfried Meis (CDU) ließ am Montag offen, wie Fraktion und Gruppe damit umgehen werden.

GFW benennt Kandidaten: Die GFW hat unterdessen ihre Kandidaten für die Kommunalwahl benannt. Spitzenkandidat im Wahlbereich 1 (Laatzen-Mitte, Grasdorf, Alt-Laatzen) ist Kleen, gefolgt von Rainer und Henrike Picht. Die Liste im Wahlbereich 2 (Rethen, Gleidingen, Ingeln-Oesselse) führt Faull vor Ulrich Keil an. Für den Ortsrat Laatzen kandidieren (in dieser Reihenfolge) Rainer Picht, Kleen und Henrike Picht. In den übrigen drei Ortsräten tritt die GFW nicht an.

Wahlprogramm steht in Grundzügen: Das Wahlprogramm will die GFW noch im Detail ausarbeiten. "Wir wollen eine Alternative, nicht aber eine Alternative für Deutschland sein", sagt Kleen in Abgrenzung zur AfD. Zu den Schlagworten, mit denen die GFW punkten will, zählen die Schaffung eines Behindertenbeauftragten, der Wegfall der Hundesteuer, die Abschaffung von Anliegergebühren bei der Straßensanierung, gute Schulen, der Erhalt der Umwelt sowie die Eingliederung von und mehr Sprachförderung für Migranten. Die Grundsteuern sollen nicht erhöht, weitere Schulden nicht aufgenommen werden. Die GFW fordert zudem die Entfristung von Azubi- und Probezeitverträgen in Unternehmen und dem öffentlichen Dienst (Kleen: "Das ist viel Überzeugungsarbeit") sowie die Möglichkeit, Fahrräder jederzeit in Bussen und Bahnen mitnehmen zu können.

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