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Erste Hinweise nach Reizgas-Vorfall an AES

Laatzen-Mitte Erste Hinweise nach Reizgas-Vorfall an AES

Ganz sicher ist noch nicht, wer am Donnerstag in der Laatzener Albert-Einstein-Schule (AES) Reizgas versprüht und damit Verletzungen von Dutzenden Schülern sowie Lehrern in Kauf genommen hat. Gleichwohl sind Hinweise auf den möglichen Täter eingegangen.

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Nach dem Reizgasvorfall als Donnerstag im Eingangsbereich der AES suchen Polizei und Schule weiterhin nach dem Verwantwortlichen.Zum Zeitpunkt der Reizgas-Attacke am Donnerstag Mittag sollen sich bis zu 100 Schüler im Eingangsbereich der Laatzener Albert-Einstein-Schule aufgehalten haben.

Quelle: Astrid Köhler (Archiv)

Laatzen-Mitte. Zwei Namen seien im Zusammenhang mit dem Vorfall in der zweiten großen Pause gefallen, teilte der Leiter des Laatzener Kriminal- und Ermittlungsdienstes Stefan Schwarzbard am Montag mit. Eine Mutter  – bisher hat sich erst eine Zeugin gemeldet – habe sich gegenüber den Beamten auf ein Gespräch mit ihrem Kind berufen. Es hielt sich am Donnerstag wie Dutzende andere im Eingangsbereich der Schule auf, als das Reizgas versprüht wurde.

Auch bei der Schule gingen Hinweise ein: "Wir haben Indizien, die aber noch nicht ausreichend belastbar sind", sagt Direktor Christian Augustin. Es gelte sicherzugehen, niemanden falsch zu bezichtigen. Klar ist für den Direktor aber: "Ich gehe davon aus, dass wir den Verantwortlichen kriegen und wenn wir wissen, wer es ist, gibt es eine Anzeige." Die Schule solle ein sicherer Ort des Lernens sein. Entsprechend konsequent handele die AES, wenn jemand die Sicherheit gefährde.

Derzeit ist noch unklar, ob der Täter von außerhalb komme oder AES-Schüler ist. Wenn letzteres zutrifft, werde die Schule eine Klassenkonferenz gemäß Paragraph 61 der Niedersächsischen Schulordnung einberufen und über mögliche Ordnungsmaßnahmen entscheiden. Diese sei schon deshalb notwendig, weil es sich bei dem versprühten Reizgas um eine in der Schule unerlaubte Waffe handele, so Augustin.

Mögliche Ordnungsmaßnahmen reichen vom zeitweisen Ausschluss vom Unterricht über Überweisungen in eine Parallelklasse bis zum Schulverweis. Die Entscheidung, ob und welche Maßnahmen getroffen werden, entscheidet die Klassenkonferenz – diese setzt sich aus Lehrern, Schülern und Eltern zusammen – unter Vorsitz des Schulleiters.

Bei der Reizgas-Attacke am Donnerstag wurde ein Zwölfjährige so stark verletzt, dass er mit Atemnot und Augenreizungen in eine Klinik kam. Nach Informationen der Polizei habe er die Klinik später wieder verlassen können.

Die Ermittler hoffen auf weitere Täterhinweise von Schülern, Eltern und auch von Lehrern. "Wir brauchen Informationen", betonte Schwarzbard. Das Laatzener Kommissariat ist erreichbar unter Telefon (0511) 1904315.

Von Astrid Köhler

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