Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Ermittlungen nach Brandanschlag dauern an

Gleidingen Ermittlungen nach Brandanschlag dauern an

Fünf Tage nach dem Brandanschlag auf die Gleidinger Flüchtlingsunterkunft sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Am Montag trafen sich Vertreter des Heimbetreibers AWO Region Hannover und der Stadt Laatzen. Fazit: Das Sicherheitssystem funktioniert und die Bewohner sind „sehr gelassen“.

Voriger Artikel
Verschneite Gehwege sind ab 7 Uhr zu räumen
Nächster Artikel
17-Jährige nach Leichenfund festgenommen

Tage nach dem versuchten Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Gleidingen in der Nacht zum 31. Dezember ermittelt die Polizei weiter und hofft auf Zeugenhinweise.

Quelle: Astrid Köhler

Gleidingen. Den Einsatz von Feuerwehr und Polizei unter lautem Sirenengeheul in der Nacht zum 31. Dezember habe zwar wohl jeder im Haus mitbekommen, sagt Elvira Hendricks, Sozialarbeiterin in der AWO-Flüchtlingsunterkunft. Auch hätten die Bewohner gefragt, was passiert sei, als die Polizei ihre Ermittlungen aufnahm. Die Fragen wurden aber offenbar gut beantwortet, denn am Montag, dem ersten Arbeitstag nach den Feiertagen, sei der Vorfall "kein Thema mehr" gewesen, betont Hendricks: "Ich bin mir sicher, dass das Informationsbedürfnis über den Vorfall befriedigt ist."

Die 59 Flüchtlinge aus Syrien, Albanien, dem Irak, Marokko der Elfenbeinküste und Eritrea beschäftigten ganz andere Themen wie der Beginn ihrer Deutschkurse, Öffnungszeiten von Ämtern und die Schulanmeldung, sagte die AWO-Mitarbeiterin mit Verweis auf die im Haus aktiven Dolmetscher. Seit der Ankunft der Flüchtlinge Mitte Dezember habe es wegen der vielen Feiertage kaum Gelegenheit für nötige Behördengänge, Arztbesuche und das gegenseitige Kennenlernen gegeben. „Jetzt fängt der Alltag an“, so Hendricks.

Ob Änderungen am Sicherheitskonzept nötig sind, steht noch nicht fest. „Wir müssen die Erkenntnisse aus den polizeilichen Ermittlungen abwarten“, sagte Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Der Einsatz des 24-Stunden-Wachdienstes habe sich in jedem Fall bewährt.

Die Polizei sucht weiter nach den Tätern, die am 31. Dezember gegen 3.30 Uhr Brandbeschleuniger entzündeten und in den Schacht eines Kellerfensters des ehemaligen Hotel 64 an der Hildesheimer Straße warfen. Zeugen mögen die Nummer (05 11) 1 09 55 55 anrufen.

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6sm4a1uz68yn2aqscj1
Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"

Fotostrecke Laatzen: Stehende Ovationen zum Finale der "Böhmischen"