Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Nässe, Trockenheit und Hitze setzen Erdbeeren zu

Gleidingen/Hemmingen Nässe, Trockenheit und Hitze setzen Erdbeeren zu

Die extremen Wetterwechsel seit Mai haben den Erdbeeren zu schaffen gemacht. „Es war kein gutes Jahr“, sagt der Gleidinger Erdbeerbauer Hartmut Meyer. „Wir hatten während der Saison alle möglichen Wetterextreme.“ Durch die Nachtfröste im Mai seien bei vielen Pflanzen die Blüten erfroren. Anschließend sei die extreme Hitzewelle im Juni gekommen, dann habe es Starkregen gegeben.

Voriger Artikel
Stadt warnt vor dubiosen Anzeigenwerbern
Nächster Artikel
Kinderforscher: Bruchriede-Qualität wird besser

Elias (10) ist mit seiner Mutter Evgenia Listis aus Hannover nach Gleidingen zum Erdbeerpflücken gekommen. Diese will aus den Früchten Marmelade machen und einige einfrieren - für frische Shakes im Winter.

Quelle: Stephanie Zerm

Gleidingen/Hemmingen. „Durch die Wärme und Nässe sind die Früchte schneller gereift und dann verdorben“, sagt Meyer. Einige seiner Felder seien dadurch vernichtet worden.

Laut Meyer kein Einzelfall. „Die Erdbeerbauern in ganz Deutschland mussten wegen des Wetters Verluste hinnehmen.“

Das bestätigt Landwirt Christoph Rokahr, der neben seinen Erdbeerfeldern in Springe auch in Hemmingen-Westerfeld ein etwa ein Hektar großes Feld für Selbstpflücker unterhält. „Die Erdbeersaison war dieses Jahr sehr durchwachsen.“ Sein Feld an der Berliner Straße ist seit einigen Tagen geschlossen. Lediglich an seinem Verkaufsstand bietet er noch die späte Sorte Malwina an.

Laut Rokahr liegt das Selbstpflücken immer noch im Trend. „Das Interesse daran nimmt kein bisschen ab“, sagt er. Auch wenn der Zulauf längst nicht mehr so groß sei wie früher.

„In den Siebzigerjahren sind die Familien mit ganzen Waschwannen auf die Felder gekommen“, erinnert sich Hartmut Meyer, dessen Eltern den Erdbeerhof in Gleidingen 1975 gegründet haben. In den Neunzigern sei das Selbstpflücken dann mehr zum Freizeitvergnügen geworden. Heute seien es vor allem Eltern, die ihren Kindern zeigen wollen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Aber auch zahlreiche Schulklassen und Kindergärten kommen regelmäßig auf die Erdbeerfelder und dürfen bei Meyer umsonst pflücken. „Pro Saison besuchen uns etwa 2500 Kinder“, berichtet der Erdbeerbauer, der insgesamt 60 Hektar bewirtschaftet. Zehn davon mit rund 400 000 Pflanzen öffnet er jedes Jahr für Selbstpflücker.

Damit diese auch im nächsten Jahr wieder fündig werden, pflanzt Meyer bereits jetzt auf einem Drittel seiner Anbaufläche die Erdbeeren für nächstes Jahr. „Wenn man die Blüten abschneidet, sind die Pflanzen im nächsten Frühjahr sehr kräftig“, verrät der Landwirt.

Stephanie Zerm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6smrfws5zc21e33b6er2
Zirkus beschließt das Jahr mit Weihnachts-Show

Fotostrecke Laatzen: Zirkus beschließt das Jahr mit Weihnachts-Show