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Namibias Botschafter besucht Grasdorf

Grasdorf Namibias Botschafter besucht Grasdorf

Es war ein warmer Empfang für Namibias neuen Botschafter: Andreas Guibeb, seit Januar im Amt, ist am Montagabend zu seinem dreitägigen Antrittsbesuch in Niedersachsen eingetroffen. Der erste Abstecher führte ihn zum Honorarkonsulat in Grasdorf.

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Wie lassen sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Namibia intensivieren? Honorarkonsul Burchard Führer (von links), Namibias Botschafter Andreas Guibeb und Laatzens stellvertretender Bürgermeister Ernesto Nebot kommen beim Empfang im Honorarkonsulat ins Gespräch.

Quelle: Dorndorf

Grasdorf. Der Terminkalender für Besuchsprogramm, das Guibeb in Niedersachsen absolviert, ist eng gesteckt: Unter anderem stehen Treffen mit Ministerpräsident Stephan Weil, Landtagspräsident Bernd Busemann und Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok auf der Agenda, darüber hinaus Gespräche mit Unternehmen und Verbänden. Den ersten Termin aber hatte Guibeb dort, wo "Namibia in Niedersachsen Zuhause ist", wie Honorarkonsul Burchard Führer am Montag betonte: in Grasdorf. Das am Seniorenheim Leinetal angesiedelte Honorarkonsulat der Republik Namibia ist für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und neuerdings für Sachsen zuständig.

"Ich möchte, dass wir unsere Beziehungen auf verschiedenen Ebenen ausbauen", sagt der Botschafter über die Ziele seiner Antrittsbesuche, die ihn derzeit in die verschiedenen Bundesländer führt. Namibia sei in Deutschland als Reiseland bekannt, habe aber weit mehr zu bieten. Er wolle Partnerschaften anzustoßen - zwischen Regionen und Bundesländern, aber auch auf Städteebene. "Man braucht Kanäle für den Austausch."

Für Niedersachsen hat man die Region Sambesi/Caprivi im Blick, zu der unter anderem touristische Attraktionen wie die Viktoriafälle und der Okawango gehören. "Dies ist die einzige Region, wo es ein Abkommen zwischen fünf Ländern besteht, um Naturschutz und Tourismus zu fördern", sagt Guibeb: Mit einem einzigem Visum ließe sich die gesamte Region bereisen. Ein "Schengen für Tiere und für Menschen", sagt er lachend.

Um Kooperationen wirbt Namibias Botschafter auch auf wirtschaftlicher Ebene. Das Spektrum reicht vom Aufbau von Messen in Partnerschaft mit der Deutschen Messe über den Aufbau einer touristischen Fachausbildung, zu der Unternehmen wie die hannoversche TUI beitragen könnten, bis hin zur Stärkung des namibischen Tiefwasserhafens Walvis Bay und der Fischindustrie. Dementsprechend stehen Besuche beim Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven und fischverarbeitenden Betrieben in Cuxhaven auf dem Besuchsprogramm.

Ziele, bei denen Namibias Botschafter durchaus Erfolg haben könnte: Dafür spricht nicht nur die immer wieder betonte politische Stabilität seines Landes, sondern auch die einnehmende Art des Diplomaten, die er schon in der Vergangenheit unter Beweis stellen musste: Guibeb leitete nach der Unabhängigkeit Namibias 1990 als Staatssekretär die Verhandlungen mit Südafrika zur Staatennachfolge Namibias - und erreichte die Wiedereingliederung des Hafens Walvis Bay und mehrerer Inseln.

Das Honorarkonsulat in Laatzen

Seit 2009 ist Laatzen Konsulatsstandort: Im Februar des Jahres wurde der Unternehmer Burchard Führer zum Honorarkonsul von Namibia ernannt. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort entschied sich Führer damals für die ehemaligen Verwaltungsräume des Seniorenpflegeheims in Grasdorf. Aus einem naheliegenden Grund: Die Unternehmensgruppe Führer hatte die Einrichtung zwei Jahre zuvor von der Region Hannover übernommen - und sie liegt zudem in hinreichender Nähe zur Landeshauptstadt.

Das Honorarkonsulat ist Anlaufstelle für alle, die Fragen zu Namibia haben oder mit dem Land in Kontakt treten wollen - "vom Studentenaustausch bis zur Städtepartnerschaft, vom touristischen Nachfrage bis zum Wirtschaftsbetrieb, der investieren möchte", sagt Büroleiter Andreas Konietschke.

Inzwischen ist die namibische Vertretung nicht mehr die einzige in Laatzen: Im Januar 2013 eröffnete die Republik Kongo ein Honorarkonsulat an der Lübecker Straße in Rethen.

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