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Naturschützer kritisieren Arbeit an Straßen

Laatzen Naturschützer kritisieren Arbeit an Straßen

Naturschützer schlagen Alarm: An mehreren Stellen im Stadtgebiet sollen im Auftrag der Straßenmeisterei Gehölze abgesägt, Böschungen gemäht und Grünschnitt gehäckselt worden sein, der schon mehrere Wochen am Boden lag. Aufgrund der Brut- und Setzzeit könnten dadurch Tiere zu Schaden gekommen sein.

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Auch an einer Straße bei Ingeln-Oesselse sind vor wenigen Tagen, also lange nach Beginn der Brut und Setzzeit, Grabenböschungen gemäht worden.

Quelle: Böger

Laatzen. Einen Fall hat der Laatzener Feld- und Forsthüter Siegfried-Karl Guder beobachtet: An der Bundesstraße 443 zwischen Rethen und Koldingen hätten bis zum Mittwoch Gehölze gelagert, die bereits im Februar abgeschnitten worden seien. Dann sei das Material gehäckselt worden. "Da können sich Drosseln oder Zaunkönige eingenistet haben", befürchtet Guder. Auch Igel nutzten solche Unterschlupfe gerne. "Bei Osterfeuern muss 24 Stunden vorher umgeschichtet werden", weist der Feld- und Forsthüter auf Vorsichtmaßnahmen hin, die von Privatleuten eingehalten werden müssten.

Wolfram Fassmann empört sich über einen radikalen Rückschnitt an der Straße von Ingeln nach Bledeln. Dort seien auf den Grabenböschungen Gebüsche aus Heckenrosen komplett entfernt worden. "Wenn ich in der Brut- und Setzzeit die Heckenschere in die Hand nehme, steht gleich die Polizei vor der Tür", meint er und wirft den Straßenbaubehörden mangelnde Rücksicht auf den Naturschutz vor.

Zuständig für beide Fälle ist vermutlich die Straßenmeisterei Sarstedt, deren Leiter zurzeit jedoch in Urlaub ist. Vertreten wird er von seinem Kollegen in Wennigsen, der aber keine Kenntnis von den kritisierten Arbeiten hat. Er könne nur grundsätzlich sagen, dass ab März nicht mehr abgeholzt werde. Unterschiedlich werde mit dem Material verfahren, das bis zu diesem Termin abgeschnitten, aber noch nicht abtransportiert sei. Manchmal müsse man es auch später noch entfernen, zum Beispiel um eine Verstreuung auf der Fahrbahn zu verhindern. Rechtlich sei das aus seiner Sicht nicht zu beanstanden.

Die Region als Naturschutzbehörde sei informiert, bestätigt Regionssprecherin Christina Kreuz. Man werde die fraglichen Bereiche nach Ostern in Augenschein nehmen.

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