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Naturschützer kritisiert Stadt wegen Freischnitt

Laatzen Naturschützer kritisiert Stadt wegen Freischnitt

Heftige Kritik übt Peter Saemann vom örtlichen Naturschutzbund (Nabu) an der Stadt Laatzen: Diese habe beim Freischnitt von Wegen in der Leinemasch während der Brut- und Setzzeit Wildblumen vernichtet und verschiedene Vögel bei der Brut gestört. Die Stadt weist die Vorwürfe zurück.

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Naturschutz versus Naherholung in der Leinemasch: Beide Interessen sind nicht immer problemlos vereinbar. Der Rückschnitt- und Mäheinsatz der Stadt Laatzen an Wegen wie der Harkenbleecker Furth und der Beemeroder Bleek (das Bild zeigt deren Abzweig zur Schaar) vor dem bevorstehenden Laatzen-Leine-Lauf am 17. Juni löste jüngst Kritik aus. Nabu-Vertreter Peter Saemann bezeichnete den Mäheinsatz als "Naturfrevel".

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Am Wanderweg Harkenblecker Furth sei in der letzten Maiwoche ebenso heftig gemäht worden wie am Reitweg In den Äckern und an anderen Stellen an der Alten Leine, berichtet Saemann. Ein zuvor 40 Zentimeter breiter Reitweg sei nun auf drei Metern Breite abgemäht. Dabei seien Wildblumen wie Storchschnabel oder Knoblauchrauke zu Schaden gekommen, in denen unter anderem der Aurorafalter Nektar sammle. Auch die für mehrere Schmetterlingsarten wichtigen Brennnesseln seien abgemäht.

Außerdem seien Bodenbrüter wie Goldammer, Schafsstelze und Nachtigall "durch Lärm und Gestank der Schneidegeräte bei ihrem Brutgeschäft gestört worden", kritisiert der Naturschützer. Den Freischnitt hätte man auch nach dem Ende der Brut- und Setzzeit am 15. Juli – oder nach Absprache mit dem Weißstorchbeauftragten der Region etwas früher – vornehmen können, meint Saemann: "Für mich ist das Naturfrevel."

Stadtsprecher Matthias Brinkmann bestätigt, dass städtische Grünpfleger in der Leinemasch gemäht haben. Der Bewuchs habe nach den starken Regenfällen im Mai überhand genommen, sodass die Wege teilweise unpassierbar waren. Es gelte die Interessen abzuwägen. Die Mitarbeiter hätten "nur das Notwendigste" getan, um die Wege wieder für die Naherholung nutzbar zu machen und seien "mit großer Vorsicht" vorgegangen. Auch hätten sie den Bereich vorab nach Nestern abgesucht, so Brinkmann: "Aus unserer Sicht wurde dort der Natur nichts Böses getan."

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