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Laatzen ist kein heißes Pflaster

Laatzen Laatzen ist kein heißes Pflaster

Wenn es um Kriminalfälle geht, ist er zuständig: Stefan Schwarzbard ist seit 1. September Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED) im Polizeikommissariat Laatzen.

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Hat von seinem Büro im Rathaus aus einen guten Überblick über Laatzen: Stefan Schwarzbard. Dorndorf

Quelle: Dorndorf

Laatzen. Für Schwarzbard ist es eine Art Rückkehr: Das Laatzener Kommissariat habe er bereits 2001 kennengelernt, sagt der 57-Jährige. Damals leitete er im Rahmen einer Personalentwicklung schon einmal sieben Monate lang den Kriminal- und Ermittlungsdienst. Er hat Erfahrungen mit Branddelikten, Bandendiebstahl und Polizeiausbildung - und sieht die Kriminalitätslage in Laatzen relativ entspannt.

Die Station war eine von vielen: Aufgewachsen in Cuxhaven, arbeitete Schwarzbard zunächst zehn Jahre lang im Einsatz- und Streifendienst in Weyhe bei Bremen. 1988 folgte das Studium der Polizei in Hildesheim. 1991 wurde er dann Kriminalbeamter bei der Polizeidirektion Hannover, wo er zunächst für Bandendiebstahl und Hehlerei, ein Jahr später für Sprengstoff- und -branddelikte sowie für die Aufnahme von Tötungsdelikten zuständig war.

Nach einer siebenjährigen Stabstätigkeit als Ausbildungsbeauftragter entschied er sich 2000 dafür, in den Ermittlungsdienst zurückzukehren - eine Herzensentscheidung, wie er erzählt. Seitdem war er - mit kurzen Unterbrechungen - Ermittlungsführer im Kommissariat Hannover-Südstadt.

Er sei Polizist aus Überzeugung, versichert Schwarzbard. Schon mit fünf Jahren habe er, so erzählt man es sich in der Familie, angekündigt, Polizist zu werden. Als dann auch noch ein Polizeibeamter seine Grundschule besuchte, war alles klar. „Da wusste ich 100-prozentig: Das ist mein Beruf.“ Die Entscheidung würde er heute immer wieder so treffen: „Ich komme jeden Tag gerne zum Dienst“ - auch wenn manche Erlebnisse etwa nach Tötungsdelikten nicht spurlos an einem vorbeigingen. „Man muss die Chance wahrnehmen, darüber zu reden.“

Wichtig sei ihm ein bürgernahes und -orientiertes Arbeiten, betont Schwarzbard. Das Laatzener Kommissariat sieht er da gut aufgestellt. „Mich hat beeindruckt, dass wir Kontaktbeamte haben, die sich örtlich so gut auskennen und wissen, wen sie ansprechen müssen.“ Auch die Nähe zur Stadtverwaltung sei gut - wenngleich die räumliche Situation ansonsten problematisch ist: Die Wache im Erdgeschoss des Rathauses und die Räume des Kriminal- und Ermittlungsdienstes trennen immerhin zehn Stockwerke. Um die Wege für die Bürger zu verkürzen, werden Anzeigen neuerdings grundsätzlich unten aufgenommen, die Beamten kommen dann zur Wache.

Ein großes Augenmerk lege er auf Ausbildung - auch angesichts neuer Herausforderungen wie der wachsenden Computerkriminalität. Die Kriminalität in Laatzen hält Schwarzbard für „überschaubar“. Mit anderen Worten: Laatzen ist im Gegensatz zu manchen Brennpunkten der Region kein heißes Pflaster. Auch wenn es zwischen Laatzen-Mitte und den dörflicher geprägten Stadtteilen große Unterschiede gebe: Erschreckt habe ihn etwa die geringe Zahl von Passanten, die vor kurzem bei einer Zivilcourage-Aktion eingeschritten sind. „So kannte ich das nicht.“

Privat fotografiert der zweifache Familienvater, der in der nördlichen Region von Hannover wohnt, gerne und bearbeitet die Bilder am Computer. Auch steigt er in seiner Freizeit auf das Fahrrad oder Motorrad, fährt Ski und spielt klassische Gitarre.

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