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Immer mehr Bürger nutzen Online-Beschwerdetool

Laatzen Immer mehr Bürger nutzen Online-Beschwerdetool

Da ist die Fahrbahndecke kaputt und dort verschandelt Müll das Ortsbild: Das neue Online-Beschwerdemanagement "Sag's uns einfach" der Stadt Laatzen kommt gut an. Innerhalb von drei Monaten haben Bürger darüber rund 253 Mal auf Missstände hingewiesen.

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"Sags uns einfach...": Ein Mann betrachtet die Eingabemaske für das neue Beschwerdetool der Stadt Laatzen am Computer.

Quelle: Köhler

Laatzen. Vor der Einführung des neuen Systems ging Kritik an verschiedenen Stellen im Rathaus ein - das machte nicht nur die Aufnahme der Beschwerden für die Stadtmitarbeiter unübersichtlich, da sie nicht nachvollziehen konnten, ob das Thema bereits bekannt ist. Auch für die Bürger war das Melden mit Aufwand verbunden, da sie sich zunächst informieren mussten, bei wem sie mit welcher Beschwerde an der richtigen Adresse sind. Mit dem neuen System kommen die Beschwerden - egal ob online, per Brief oder telefonisch mitgeteilt - an einer Stelle an und werden an den zuständigen Sachbearbeiter weitergeleitet. "Egal worum es geht, der Bürger hat nur noch eine Nummer oder eine Webpage, die er sich merken muss", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann.

Den Bürgern schätzen das offenbar: "Das Online-Tool wird mittlerweile immer häufiger genutzt", sagt Brinkmann. Anfangs hätten noch etwa vier Bürger täglich angerufen, mittlerweile seien es nur noch zwei. Insgesamt 253 Beschwerden aus ganz Laatzen sind seit der Freischaltung am 14. April eingegangen – ein Großteil davon über das neue Onlinetool. "234 davon haben wir schon abgeschlossen", sagt Brinkmann. Dies heißt allerdings nicht, dass die Mängel bereits behoben wurden: "Wenn beispielsweise auf eine defekte Straßenlaterne hingewiesen wird, dann heißt abgeschlossen, dass wir den Defekt an die zuständige Firma weitergeleitet haben." Diese sei dann dafür zuständig, den Mangel zu beseitigen. Am häufigsten meldeten Bürgen wilden Müll, wild abgestellte Einkaufswagen oder Verkehrsvergehen, so Brinkmann. Als jüngst ein Bürger eine zerbrochen Bohle auf der Expoweg-Brücke meldete, sei diese umgehend ausgetauscht worden.

Einige kleine Macken habe das neue Tool aber noch, gesteht der Stadtsprecher. "Wenn man mit dem Smartphone auf den Link auf der Startseite der Stadt-Homepage klickt, dann kommt man nicht automatisch zur mobilen Ansicht." Für die nutzerfreundliche Ansicht fürs Mobiltelefon müsse man bisher direkt laatzen.sagsunseinfach.de ins Adressfeld eingeben. Das solle noch geändert werden – sofern es technisch möglich ist. Ein weiteres kleines Manko: Wenn jemand einen Schaden meldet, der bereits erfasst ist, dann erhält er keine Statusinformation zu seinem Anliegen. "Wir nehmen jedes Problem nur ein Mal auf", erläutert Brinkmann. Er betont, dass allerdings eh nicht alle Bürger weitere Informationen wünschten. "Viele geben ihre persönlichen Daten gar nicht an." Offenbar gehe es nur darum, das Anliegen los zu werden. "Ich gehe davon aus, dass sie sich über die Mitteilungsliste im Internet über den Fortschritt informieren."

So funktioniert Sag's uns einfach

Bürger können über unter Telefon (0511) 820 543 21 oder persönlich in der Information des Rathauses sowie unter laatzen.sagsunseinfach.de ihre Beschwerden abgeben. Wer den Weg übers Web geht, kann den Standort seines Kritikpunkts auf einer Karte auswählen oder einfach auf "Finde mich" klicken, falls er die GPS-Standortfreigabe akzeptiert. Dann wählt der Nutzer die Kategorie aus, in die seine Beschwerde fällt - zum Beispiel Einkaufswagen, Gehweg defekt oder aber wilder Sperrmüll. Auch können Fotos beigefügt werden, die vor einer Veröffentlichung redaktionell von der Stadt geprüft werden.

Wer will, kann noch seinen Namen samt E-Mail Adresse oder Telefonnummer angeben, um direkt über den Status seiner Meldung informiert zu werden. Darüberhinaus ist der Status einer Meldung auch über die Internetseite zu prüfen: Auf der Karte sind die Beschwerden, die seitens der Stadt abgearbeitet sind, mit grünen Punkten markiert. Wird ein Problem noch behoben, ist es durch einen orangefarbenen Punkt markiert. Klickt man auf einen der Punkte, kann man die Beschwerde sowie die Antwort der Verwaltung lesen.

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Immer wieder landen Einkaufswagen im Marktteich.

Quelle: Köhler

Von Lisa Malecha

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