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(V)ermittlerin in Sachen Wolf

Laatzen/Hemmingen/Pattensen (V)ermittlerin in Sachen Wolf

Seit dem 1. Juli hat die Region Hannover drei ehrenamtlich aktive Naturschutzbeauftragte für die Wolfsberatung. Zu dem Trio gehört die 39-jährige Nina Graupner, die sich vor allem um die südliche Region kümmert.

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Nina Graupner ist als regionale Naturschutzbeauftragte für die Wolfsberatung erste Ansprechpartnerin für Pattensen, Laatzen und Hemmingen.

Quelle: Torsten Lippelt

Laatzen/Hemmingen/Pattensen.  „Im Prinzip bin ich mit meinen Kollegen Thomas Behling und Helge Stummeyer gemeinschaftlich für die gesamte Region Ansprechpartner. Aber wir teilen uns nach Absprache die Einsatzbereiche wohnortbedingt nach Nähe ein", sagt Nina Graupner. Die Kriminalhauptkommissarin lebt selbst in Döhren - da lag es nahe, die südliche Region zu ihrem Zuständigkeitsbereich zu machen. Dazu zählen auch Laatzen, Hemmingen und Pattensen.

Durch sachliche Aufklärung bei Diskussionsveranstaltungen und in Schulen will Graupner dazu beitragen, das verbreitete Bild vom „bösen Wolf“ zurechtzurücken. „Der Wolf ist durch Mythen, Sagen und Geschichten ein absolut verkanntes Tier. Dabei ist er als größter Beutegreifer von kranken Tieren bei uns im Wald der Gesundheitspolizist und wichtig für das Ökosystem.“ Die Rückkehr der Tiere nach Norddeutschland sei dementsprechend zu begrüßen.

„Der Wolf gehört zu uns. Aber man muss beide Seiten mit ihren Ansichten und Erfahrungen Ernst nehmen", sagt Graupner. In der Region Hannover, vor allem im Südbereich, sei die Gesprächssituation mit der Bevölkerung entspannt, da es hier bislang keine Berührungen mit dem Wolf gab. "Das mag in Richtung Celle/Lüneburger Heide durch die bestätigten Schafsrisse anders und dynamischer sein." So bietet Graupner für Schafzüchter und -halter Gespräche hinsichtlich Zaunschutzsystemen, Zuschüssen und Schadenersatzregelungen an.

Auch wenn es um die Frage geht, ob man nun nach einer angeblichen Sichtung Wolfs- oder Hundespuren vor sich hat, ist sie seitens der Region die erste Ansprechpartnerin – und ist beruflich entsprechend qualifiziert. Denn zu ihrem Tätigkeitsbereich im Kriminaldauerdienst gehört die Tatort-Dokumentation bei Kriminalfällen. „Jede Untersuchung vor Ort mit der Suche nach Trittsiegeln oder Haaren hat für mich ihren besonderen Reiz“, sagt Graupner.

Begonnen hatte sie ihr besonderes naturverbundenes Engagement, zu dem auch eine - eher passive - Mitgliedschaft im NABU, in der Landesjägerschaft und in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gehört, mit ihrer Ausbildung zur zertifizierten Waldpädagogin. „Da biete ich in Zusammenarbeit mit den Niedersächsischen Landesforsten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Waldtage oder Ökothemen in Hannover, der Region und im Harz an“, sagt die 39-Jährige.

Über das Ehrenamt als Wolfsberaterin der Landesjägerschaft wurde die Region auf sie aufmerksam. Mit der offiziellen Bestellung der drei Wolfs-Beauftragten hat die Region nun die Möglichkeit, deren Tätigkeit mit einer kleinen Aufwandsentschädigung zu würdigen. Und ganz nebenbei ein Alleinstellungsmerkmal: Auf kommunaler Ebene gebe es so etwas bislang nicht, heißt es bei der Region.

Für die Landesjägerschaft war Nina Graupner im letzten Jahr fünf Mal wegen Wolfssichtungen unterwegs, alle im Bereich zwischen Großburgwedel und Celle. Ihre - für viele wohl überraschende - Bilanz: „Einen frei lebenden Wolf in der Region Hannover habe ich aber bisher noch nicht gesehen.“ Erreichbar ist Nina Graupner unter ihrer Handynummer (0151) 61615746.

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Von Torsten Lippelt

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