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Illegales Geburtstags-Feuerwerk weckt Anwohner

Grasdorf Illegales Geburtstags-Feuerwerk weckt Anwohner

Es sollte der Clou für eine Geburtstagsgesellschaft werden, doch ein in der Nacht zu Sonntag in Grasdorf illegal abgebranntes großes Feuerwerk könnte die Verantwortlichen noch teuer zu stehen kommen. Die Stadt hat ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet mit möglichem Bußgeld bis 50.000 Euro.

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Die nach Tagesanbruch auf dem Gelände von Germania Grasdorf gefundenen Reste des abgebrannten Feuerwerks lassen erahnen, was in der Nacht zu Sonntag dort, am Rande der Leinemasch, losgewesen ist.

Quelle: privat

Grasdorf. Mit lautem Knallen wurden um Mitternacht zahlreiche Grasdorfer aus dem Schlaf gerissen. Was nahe der Gaststätte Zur Leinemasch in die Luft ging, waren nicht einfach ein paar Böller und einzelne Raketen, wie sie vom Silvestereinkauf zurückbehalten wurden, sondern ein semi-professionell wirkendes Feuerwerk, das Augenzeugen zufolge fast 20 Minuten gedauert haben soll. Die großen Verpackungen und Kartonreste, die bei Tagesanbruch auf dem Gelände des Sportvereins Germania Grasdorf gefunden wurden, lassen erahnen, was sich in der Nacht in Grasdorf abgespielt haben muss.

Mindestens zwei Bürger griffen um kurz nach Mitternacht zum Telefon und meldeten die Knallerei bei der Laatzener Polizei. Am Montag gingen weitere Meldungen und eine Anzeige bei der Stadt Laatzen wegen nächtlicher Ruhestörung ein. Wie die Stadt bestätigte, war das Feuerwerk nicht genehmigt. Sie leitete daraufhin ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen §23 Absatz 1 und 2 der Erste Verordnung des Sprengstoffgesetz (1. SprengV) sowie nach §117 ein. Kurz gesagt: Feuerwerk darf von Personen ohne besondere Erlaubnis nur an Silvester und Neujahr abgebrannt werden und unzulässiger Lärm, der die Allgemeinheit erheblich belästigt, ist zu vermeiden.

Wie der Pächter der Gaststätte Zur Leinemasch Stephan Klopsch auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte, wurde in der Nacht zu Sonntag in großer Runde in den 40. Geburtstag seiner Frau hineingefeiert. "Es waren über 100 Leute da und wir standen draußen", erzählt Klopsch. Wie seine Frau habe er keine Ahnung von dem Feuerwerk gehabt, das plötzlich aus der Runde der Gäste gestartet wurde. Er habe es wie viele andere genossen, so Klopsch, allerdings sei er von der Dauer ebenso überrascht gewesen wie von dem Besuch einer Polizeistreife kurze Zeit später. Dass wegen des Feuerwerks Anzeige erstattet und ein Verfahren eingeleitet wurde, versteht der Pächter nicht: "Man kann doch miteinander Reden."

Genau das will jetzt unter anderem Wolfgang Weiland, der Vereinsvorsitzende von Germania Grasdorf machen. Weiland erfuhr erst im Nachhinein von dem Feuerwerk, das von dem offen zugänglichen Sportgelände gestartet wurde: "Ich werde mit den Pächter darüber reden, dass das nicht geht." Auch wenn der Verein keine eigene Anzeige beispielsweise wegen missbräuchlicher Nutzung des Geländes plane, so müssten die Verantwortlichen der Feiergesellschaft die Konsequenzen tragen.

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Die nach Tagesanbruch auf dem Gelände von Germania Grasdorf gefundenen Reste des abgebrannten Feuerwerks lassen erahnen, was in der Nacht zu Sonntag dort, am Rande der Leinemasch, losgewesen ist.

Quelle: privat

Von Astrid Köhler

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