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Vollalarm: Stadtfeuerwehr Laatzen rückt 20-mal aus

Sturmtief "Xavier" Vollalarm: Stadtfeuerwehr Laatzen rückt 20-mal aus

Umgeknickte Bäume, herabfallende Äste, abgelöste und herunterstürzende Dach- und Fassadenplatten: Mit orkanartigen Böen ist Sturmtief „Xavier“ am Donnerstag über Laatzen hinweggefegt. Wegen der vielen Einsätze hatte die Stadtfeuerwehr zwischenzeitlich Vollalarm ausgelöst. Rund 20-mal rückte sie aus.

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Der Sturm entwurzelte am Donnerstagnachmittag einen großen Baum vor einer Hausarztpraxis in Rethen.

Quelle: Gerald Senft

Laatzen. In der Zeit von 13.37 bis 14 Uhr gingen bei der Feuerwehr neben weiteren Meldungen allein fünf von  Brandmeldeanlagen ein. Zu löschen gab es jedoch nichts. Aufgrund der vielen Einsätze wurde um 13.58 Uhr Vollalarm ausgelöst – zunächst nur für die Ortsfeuerwehr, um 14.10 Uhr dann für die gesamte Stadtfeuerwehr.

Damit waren die Aktiven aller vier Ortsfeuerwehren unter Sirenengeheul aufgerufen, zur Feuerwache am Sankt-Florian-Weg zu kommen, wo die Einsatzleitung ihr mobiles Büro bezog und alles Weitere koordinierte.

Der Sturm betraf die gesamte Region. Entsprechend viele Meldungen erreichten die Leitstelle in Hannover, die Notrufe unter der Nummer 112 abarbeitet. Da für Anrufer dort zwischenzeitlich kein Durchkommen war, riefen viele Laatzener auch direkt in der Laatzener Feuerwache an.

Der Grasdorfer Feuerwehrmann und Zugführer Bernd Lange war gegen 13.30 Uhr selbst Zeuge, wie sich die Bäume im Sturm bogen. In seinem eigenen Garten brach kurz darauf die Spitze einer Tanne ab. „Bei meinem Nachbarn ist die ganze Tanne umgestürzt“, berichtete Lange. Es blieben nicht die einzigen.

Zahlreiche Bäume stürzen um

Stadtweit stürzten vermutlich Dutzende große Bäume um, darunter an der Tulpenstraße, an der Wülferoder Straße und an der Straße Im Langen Feld. Besonders heftig wütete der Sturm vor einer Hausarztpraxis in Rethen. Dort krachte nicht nur im Garten sondern auch direkt vor den Eingangsbereich ein Baum um und begrub einen am Wegrand stehenden Müllcontainer unter sich. Die Feuerwehr räumte den Eingangsbereich notdürftig frei und arbeitete sodann die nächsten Einsätze ab.

Tankstelle und Fast-Food-Restaurant schließen

Nahe der Karlsruher Straße hatten sich von einem Gebäude auf einer Fläche von mehr als Hundert Quadratmetern Teile der Dachpappe gelöst. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei den Straßenabschnitt zwischen dem Skywalk am Messegelände und der Kronsbergstraße ab. Die dort gelegene Mc- Donald’s-Filiale sowie die Shell-Tankstelle wurden ebenfalls geschlossen. Auch ein Abschnitt der Erich-Panitz-Straße war zeitweise gesperrt. Von dem dortigen Baumarkt hatten sich Fassadenteile gelöst und waren heruntergestürzt.

Mit welcher Kraft das Sturmtief mit seinen orkanartigen Böen wütete, war auch nahe der Leinemasch auf einem Privatgelände zu beobachten. Dort wurde ein rund zwei Meter hoher Holzzaun auf einer Länge von rund 20 Metern zu Boden gedrückt.

Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr in knapp 2,5 Stunden rund 20 Einsätze. Gegen 16.30 Uhr wurde vorläufig Entwarnung gegeben und die Arbeit in der mobilen Einsatzleitstelle an der Feuerwache beendet. Die Feuerwehrleute konnten wieder abrücken. Alle künftigen Meldungen sollten wieder im regulären Betrieb von den örtlichen Feuerwachen aus abgearbeitet werden.

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Von Astrid Köhler

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