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300 Unterschriften in drei Stunden

Gegen Bankenschließung 300 Unterschriften in drei Stunden

Mitglieder des Ortsrats Ingeln-Oesselse haben am Sonnabend von 10 bis 13 Uhr vor dem Edeka-Markt Unterschriften gegen die Schließung der Banken im Ort gesammelt. Die Aktion kam bei den Passanten gut an - in den drei Stunden sammelten die Vertreter von SPD, CDU und Grünen rund 300 Unterschriften.

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Die 76-jährige Anna-Maria Grittner aus Sehnde-Wehmingen unterschreibt bei Wolfgang Zingler vom Ortsrat gegen die Schließung der Banken.

Quelle: Stephanie Zerm

Ingeln-Oesselse. "Die Aktion finde ich gut, vor allem weil sich alle Parteien gemeinsam engagieren", sagte Ingo Grupe und setzte seinen Namen unter die beiden Listen. Eine davon wendet sich gegen die zum 1. Oktober geplante Schließung der Volksbank, die andere gegen die fürs nächste Jahr anpeilte der Sparkasse. Damit würde es keine Bankfiliale mehr in dem 4500 Einwohner zählenden Ortsteil geben.

Einige Kunden seien sogar extra zur Volksbank gewechselt, nachdem die Sparkasse bereits im Herbst ihre Schließung angekündigt hatte, berichtete Gundhild Fiedler-Dreyer (CDU). Doch nun guckten sie ebenfalls in die Röhre.

Bereits am Montag hatte die Lokalpolitikerin stellvertretend für alle Parteien im Ortsrat in 18 Geschäften und Einrichtungen im Doppeldorf Unterschriftenlisten ausgelegt. "Darauf haben bereits rund 150 Personen unterzeichnet", sagte sie. Die Listen sollen dort bis Ostern liegen. Anschließend sollen sie den Vorständen von Volksbank und Sparkasse übergeben werden.

"Wir hoffen, dass das etwas bringt", erklärte Wolfgang Zingler von den Grünen. "Wir wären auch mit einem Kompromiss zufrieden." Vorstellbar wäre ein Container mit Geldautomaten, in dem man sich einmal in der Woche beraten lassen könne.

Vor allem für ältere Menschen sei es schwer, die nächste Geschäftsstelle der Volksbank in Gleidingen oder der Sparkasse in Rethen zu erreichen. Dies bestätigte Anna-Maria Grittner aus Sehnde-Wehmingen. "Weil wir bei uns im Ort auch keine Volksbank-Filiale haben, komme ich schon seit Jahren nach Ingeln-Oesselse", berichtete die 76-Jährige. Zwar sei sie sehbehindert, den Weg ins Doppeldorf könne sie aber mittlerweile mit dem Bus alleine bewältigen. Bis nach Gleidingen zu fahren, sei für sie wesentlich umständlicher.

Wenn die Unterschriftenaktion keinen Erfolg zeigt, will der Ortsrat noch einen Schritt weiter gehen. "Dann wollen wir den Rat der Stadt überzeugen, eine Resolution zu verabschieden", kündigte Fiedler-Dreyer an.

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Von Stephanie Zerm

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