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Ortsrat ist Haltestellenplatz wichtiger als Kosten

Ingeln-Oesselse Ortsrat ist Haltestellenplatz wichtiger als Kosten

Der Kampf um eine Bushaltestelle vor dem Edeka-Markt geht in die nächste Runde. Entgegen der Empfehlung der Verwaltung hat der Ortsrat am Montag den kostengünstigeren Standort vor einem Wohnhaus verworfen. Stattdessen hat er mehrheitlich für die teure Lösung vor dem Edeka-Markt gestimmt.

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Die neue Bushaltestelle nahe dem Schützenhaus Ingeln (rechts im Bild), gegenüber dem Edeka-Markt (Parkplatz links im Bild) und auf Höhe des Trampelpfades am Sportplatz gebaut werden – in etwa dort, wo auf sich auf dem Foto das weiße Auto befindet.

Quelle: Fotos: Köhler

Ingeln-Oesselse. Eine Bushaltestelle vor dem Edeka-Markt würde die bisher kalkulierten Kosten von rund 43.000 Euro weit überschreiten. Zu diesem Urteil ist die Verwaltung bei der Prüfung von zwei möglichen Plätzen für die geplante Bushaltestelle an der Gleidinger Straße gekommen.

Bei dem vom Ortsrat gewünschten Standort zwischen Ingeln und Oesselse und den beiden Sportplätzen müsse auf der Nordseite ein Höhenunterschied von 90 Zentimetern durch Winkelstützen abgefangen werden, der sich bei der Errichtung einer barrierefreien Haltestelle noch einmal um 22 Zentimeter erhöhe, erklärte Baudezernent Jürgen Pagels. Außerdem müssten ein Geländer, eine Treppenanlage mit behindertengerechter Rampe sowie eine zusätzliche 10 Meter lange Rampe für Rollstuhlfahrer errichtet werden. Da auf der Seite auch kein Gehweg sei und auch keiner angelegt werden könne, wäre die Haltestelle nur von der anderen Straßenseite erreichbar. Daher müsse auch eine Ampelanlage gebaut werden.

Auf der Südseite vor dem Edeka-Markt ist die Lage laut Pagels nicht minder kompliziert. "Die Anbindung der Haltestelle an den Gehweg müsste ähnlich wie bei den Hochbahnsteigen der Üstra über 13 Meter lange Rampen erfolgen", erklärte der Baudezernent.

Die Verwaltung schlug daher vor, die Haltestelle westlich der Straße Hösselgraben einzurichten, die südliche in Höhe des Regenrückhaltebeckens, die nördliche in Höhe des Hauses an der Gleidinger Straße 37.

Diesen Vorschlag lehnte der Ortsrat jedoch ab. "Eine Haltestelle vor bestehender Wohnbebauung tragen wir nicht mit", erklärte Andreas Aue (CDU). Das sah Michael Riedel (SPD) genauso. "Wir wollen keine Haltestelle vor Häusern." Außerdem sollte die Verwaltung das umsetzen, was der Ortsrat beschließt. Und dieser stimmte mehrheitlich, trotz Pagels Hinweis auf die höheren Kosten und den immensen baulichen Aufwand, für die teuere Lösung. Die Stadt solle nun die genauen Kosten ermitteln, geht aber, wie sie auf Nachfragen dieser Zeitung bestätigte von einem "sechsstelligen Betrag" aus.

Der 390er Bus fährt ab kurz vor 5 und bis kurz vor 23 Uhr in der Regel stündlich durch den Ort. Zweimal am Tag fährt er pro Richtung auch im Halbstundentakt durch Ingeln-Oesselse.

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Von Stephanie Zerm

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