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Ortsrat einigt sich auf Grundschulerweiterung

Rethen Ortsrat einigt sich auf Grundschulerweiterung

Das Konzept für die Erweiterung der Grundschule Rethen steht: Der Ortsrat hat am Montagabend einstimmig einem Anbau auf der Westseite des Gebäudes zugestimmt. Die Schule erhält unter anderem Differenzierungsräume und mehr Platz für's Ganztagsangebot - und zieht aus dem Altbau aus dem Jahr 1900 aus.

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Die Grundschule Rethen soll erweitert werden. Der Trakt rechts im Bild erhält auf der Rückseite des Gebäudes jenseits des kleinen Uhrturms ein Pendant.x

Quelle: Dorndorf

Rethen. In den vergangenen Wochen und Monaten hatten sich die Stadtverwaltung, Mitglieder des Ortsrats und Vertreter der Schule mehrfach getroffen, um das künftige Raumkonzept in Rethen zu erörtern. Am Montag wurde das fertige Konzept dann erstmals öffentlich behandelt - und ging glatt durch: Ohne Erläuterung der Pläne oder eine Diskussion winkte der Ortsrat das Konzept für die Grundschulerweiterung durch.

Geplant ist ein Anbau an das bestehende Hauptgebäude: Auf Höhe des Uhrturms soll sich in Richtung Westen künftig ein dritter Gebäudetrakt anschließen. Dort muss ein Teil der Scheune des Dismer-Hofs weichen, den die Stadt vor einigen Jahren wegen der Schulerweiterung erworben hat.

In dem zweigeschossigen Anbau würde künftig jeweils im Erdgeschoss das Lehrerzimmer, der Werkraum, ein Bewegungsraum für den Ganztagsbereich und ein Unterrichtsraum untergebracht. Im Obergeschoss gäbe es dann ausschließlich Klassenzimmer. "Die genaue Raumaufteilung steht allerdings noch nicht fest", betont Baufachbereichsleiter Jürgen Pagels. Geplant sei eine Bruttofläche von 1800 Quadratmetern.

Unterm Strich gewinnt die Schule vor allem Differenzierungsräume, die angesichts der laufenden Inklusion dringend benötigt werden: Verfügt die Einrichtung bislang über nur einen solchen Raum, sollen es künftig acht sein. "Es war uns ganz wichtig, dass diese Räume günstig liegen", erläutert Schulleiterin Bärbel Vujicic auf Anfrage: Auf diese Weise könnten die Kinder, die diese kleineren Räume als Rückzugsflächen nutzen oder in Kleingruppen arbeiten können, vom Klassenraum aus mit beaufsichtigt werden. Hinzu kommt auch mehr Lagerfläche, je ein Besprechungs- und ein Beratungsraum sowie ein Sanitärraum. Der Ganztagsbereich gewinnt einen Bewegungs- und einen Ruheraum hinzu.

Den Altbau aus dem Jahr 1900 wird die Schule künftig dem Konzept zufolge nicht mehr nutzen. Der Werkraum, die Schulbibliothek und ein Klassenzimmer sollen dann ins Hauptgebäude ziehen. In der ursprünglichen Planung, die mit dem aktuellen Konzept kassiert wird, war eine Nachnutzung des Altbaus als Jugendtreff geplant. Ob dies so kommen wird, steht nicht fest: "Wir halten die Nachnutzung des Altbaus durch die Buchte nach wie vor für grundsätzlich möglich", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann.

Zum Zeitplan und zu den Kosten der Schulerweiterung will sich die Stadt noch nicht näher äußern. "Wir gehen jetzt in die Planung und müssen die Kosten ermitteln", sagte Pagels am Montagabend - vorbehaltlich der Entscheidung Schulausschuss am Dienstag und des Rats, der Ende August tagt. Pagels geht davon aus, dass die Zeit ausreicht, um den Posten in den Haushalt für 2018 aufzunehmen. Das Projekt müsse aber noch in den Gesamtmaßnahmenplan der Stadt eingearbeitet werden: Darauf, ob die Umsetzung noch 2019 erfolgen wird, wie es der Ortsrat im Januar gefordert hatte, will sich Pagels derzeit nicht festlegen.

Zwei Vorhaben würden hingegen schon früher umgesetzt: Im Herbst will die Stadt den - angesichts der Umplanung - verschobenen Einbau eines Aufzugs vornehmen, im Sommer 2018 soll dann der Einbau einer Behindertentoilette folgen.

Die Schulleitung äußert sich über die Planung zufrieden - zumal sowohl die Lehrer als auch die Eltern in die Gespräche mit einbezogen waren. "Das Wichtigste war für uns, dass der Anbau nicht wie ursprünglich geplant nur eingeschossig erfolgt", sagt Leiterin Bärbel Vujicic. Das jetzt geplante Raumprogramm biete genügend Platz für die Bedürfnisse der Schule.

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