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Ortsrat stimmt für Friedensmal in Alt-Laatzen

Grundsatzbeschluss Ortsrat stimmt für Friedensmal in Alt-Laatzen

Der Alt-Laatzener Park wird sich in absehbarer Zeit verändern. Auf der Rückseite des umstrittenen Kriegerdenkmals aus der NS-Zeit soll ein bis zu acht Meter hohes Friedensmal errichtet werden. Der Ortsrat hat am Dienstag mehrheitlich grünes Licht für eine Skulptur des Künstlers Gerd Winner gegeben.

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Das geplante Friedensmal (rechts im Bild das etwa 1 Meter hohe Modell) soll an einer derzeit noch nicht genau festgelegten Stelle im Alt-Laatzener Park zwischen dem umstrittenen Kriegerdenkmal aus der Zeit des Nationalsozialismus (Bild links) und dem Rathaus errichtet werden.

Quelle: Astrid Köhler

Alt-Laatzen. Der Ortsrat folgt damit dem Vorschlag der Arbeitsgruppe Kunst, Design, Ambiente, die sich seit dem Jahr 2015 wie auch andere Arbeitsgemeinschaften mit der Gedenkkultur in Alt-Laatzen beschäftigt. Unter anderem hatten die Gruppe und Stadtvertreter den 80-jährigen Künstler Winner in dessen Atelier besucht und sich auch bei einem Ortstermin im Alt-Laatzener Park inhaltlich mit dem Kunstwerk auseinandergesetzt. Den Kontakt zu dem viel geschätzten Künstler hatte seinerzeit Axel Seipa vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vermittelt, der auf Bitten der Stadt Laatzen seit 2015 auch die hiesige Gedenkdebatte moderiert hatte.

Genaue Ausführung ist noch offen

Die genaue Ausführung der vorerst mit „Denkmal der Hoffnung“ betitelten Skulptur ist ebenso wie ihre genaue Platzierung im Park noch offen. Geplant ist aber eine Skulptur aus zwei etwa acht Meter hohen Stahlwinkeln, die sich parallel gegenüberstehen und gerade so viel Platz bieten, dass sie von einem Menschen durchschritten werden können. Überdacht sind die beiden Stahlwinkel von einer rechtwinkligen Stahlplatte. Am Boden verbunden sind diese dann mit einer runden Stahlplatte und einem anschließenden Kreis, „der mit anregenden Worten des Gedenkens beschriftet werden soll“, wie es in der von Bürgermeister Jürgen Köhne unterzeichneten Beschlussvorlage heißt.

„Es geht um einen Grundsatzentscheid“, betonte Stadtbaurat Axel Grüning am Dienstag vor der Abstimmung. Die Diskussion über die genaue Ausführung der Skulptur ebenso wie deren Platzierung im Park und ihren Namen solle wieder in die Hände des Künstlers und der AG Kunst, Design, Ambiente zurückgegeben werden.

Ortsratsmitglied Rainer Picht (GfW Laatzen) kritisierte die seiner Meinung nach zu ungenaue Beschlussvorlage ebenso wie die geplante Höhe des Friedensmals („acht Meter halte ich für zu wuchtig“) und die Ausführung aus Stahl („gibt es kein anderes Material?“). Mehrheitlich bei einer Enthaltung stimmte der Ortsrat dennoch für die Schaffung des Friedensmals.

Spender finanzieren Skulptur

Was die Skulptur einmal kosten wird, ist noch völlig unklar. Es gehöre zum nächsten Aufgabenteil, dies einzuschätzen und dann entsprechend Spenden einzuwerben, erklärte Stadtsprecher Matthias Brinkmann auf Nachfrage. Klar ist bisher nur: Die Erstellung und der Aufbau des Friedensmals in Alt-Laatzen soll ausschließlich aus Spenden und mit Sponsoren finanziert werden.

Nächste Termine seien der Verwaltung derzeit nicht bekannt, so der Stadtsprecher – gleichwohl: „Ziel ist nach wie vor: Zum Volkstrauertag 2018 wollen wir den Platz fertig haben.“

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Von Astrid Köhler

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