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Muss Kastanie für Fußweg in Rethen weichen?

Laatzen Muss Kastanie für Fußweg in Rethen weichen?

Ein Baum sorgt für Streit in Rethen: Die Kastanie an der Straße Am Bahnhof lässt nur wenig Platz für den Fußweg, der beim anstehenden Ausbau der Straße entstehen soll. Der Ortsrat hat jetzt darüber diskutiert, ob die Kastanie gefällt werden sollte - und ob das überhaupt erlaubt ist.

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Die Kastanie an der Straße Am Bahnhof in Rethen steht dem geplanten Fußweg im Weg. Die Mitglieder des Ortsrates streiten darüber, ob der Baum gefällt werden sollte - und ob das überhaupt erlaubt ist.

Quelle: Daniel Junker

Rethen. Die einen wollen die Kastanie erhalten, die anderen wollen einen breiteren Fußweg: Bereits bei einer Ortsbegehung im Mai gab es Diskussionen über den Baum und dessen Standort. Die Kastanie steht direkt auf der Grenze eines privaten Grundstücks zum Fußweg. Bei der geplanten Neugestaltung der Straße Am Bahnhof würde der Baum nach den derzeitigen Plänen der Stadt stehen bleiben. Der Fußweg wäre an dieser Stelle deshalb schmal - zu schmal, findet die CDU.

Schließlich ist die Strecke der direkte Weg für die Mitarbeiter der Hannoverschen Werkstätten, die zum Bahnhof oder zur Stadtbahn wollen. Nach Ansicht einiger Ortsratsmitglieder können auch Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer die Stelle nur schwer zu passieren und müssten eventuell auf die Straße ausweichen. "Dieser Baum muss leider gefällt werden, eine ausgleichende Ersatzbepflanzung hat an anderer Stelle zu erfolgen", hat die CDU bei der Ortsratssitzung am Mittwochabend beantragt. Damit ließen sich auch etwaige Verschränkungen oder unnötige Mehrkosten im Vorfeld vermeiden.

Die SPD ist anderer Meinung: "Bei der Ortsbegehung haben sogar dier Rollstuhlfahrer gesagt, dass der Platz reicht", sagte Ortsratsmitglied Rita Heitsch. Die Fällung des Baumes sei unnötig - zumal die Kastanie nach Auskunft der Verwaltung gesund sei. Unklarheit herrscht darüber, ob der Baum überhaupt gefällt werden darf: "Eine Fällgenehmigung könnte nur erteilt werden, wenn die Baumschutzsatzung der Stadt Laatzen dies zulässt", gab der Erste Stadtrat Albrecht Dürr zu bedenken. Entschieden werde auf Basis mehrere Kriterien - etwa, ob eine Fällung mit dem Naturschutz vereinbar ist oder ob beim Verbleib des Baumes eine "unzumutbare Härte" für den Besitzer entsteht.

Doch wer müsste für die Kosten der Pflege oder der Fällung aufkommen? Die Verwaltung ist der Ansicht, dass der Besitzer des privaten Grundstücks dafür verantwortlich ist. "Der Baummittelpunkt steht auf der privaten Seite", sagte Dürr. Der Eigentümer müsste dafür sorgen, dass der Baum regelmäßig zurückgeschnitten wird, damit auch Lastwagen darunter hindurch fahren können.

Der Ortsrat hat den Beschluss auf die nächste Sitzung vertagt. "Die Ausbaupläne für die Straße liegen noch nicht vor, deshalb möchten wir das zurückstellen", sagte Elfriede Heymann (CDU).

Von Daniel Junker

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