Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Politiker fordern Asphalt-Sofortprogramm

Ingeln-Oesselse Politiker fordern Asphalt-Sofortprogramm

Schlaglöcher, Risse in der Straße, Fehler im Aufbau - der Sanierungsbedarf bei Laatzens Straßen ist hoch. Im Ortsrat Ingeln-Oesselse kam jetzt der Vorschlag auf, die Straßen mit Asphalt neu zu versiegeln, um weitere Schäden zu vermeiden. Aus Sicht der Verwaltung ist die Lösung nicht so einfach.

Voriger Artikel
Bolero und Berliner Luft auf der Geige
Nächster Artikel
Männerchor Orpheus singt bei St. Gertruden

Der Zustand der Laatzener Straßen ist längst nicht überall optimal. Die Stadt will das Thema systematisch angehen - allerdings fehlt auch das Geld.

Quelle: Holger Hollemann

Ingeln-Oesselse. Dass Nachholbedarf bei Laatzen Straßen besteht, hat die Stadt seit einigen Monaten auch schriftlich. Im Frühjahr hatte die Auswertung einer Befahrung verdeutlicht, dass dutzende Straßen in Laatzen eigentlich saniert werden müssen. Vier Zustandsklassen wurden seinerzeit identifiziert - allein in Ingeln-Oesselse gibt es in sechs Straßenabschnitten der schlechtesten Klasse 4, die die Verwaltung mit einem roten Warnwert gekennzeichnet hat, 23 haben eine gelben Warnwert (Klasse 3).

"Das macht deutlich, dass in den vergangenen 25 Jahren der eine oder andere Euro mehr hätte verbaut werden können", machte Stadtbaurat Axel Grüning in der jüngsten Sitzung des Ortsrats Ingeln-Oesselse deutlich. Derzeit deutet allerdings nichts darauf hin, dass sich dies in nächster Zukunft ändert: Bislang sieht die Stadt für 2017 die Sanierung keiner einzigen Straße im Ortsteil vor.

Aus Sicht von Wolfgang Zingler (Grüne) ließe sich schon mit verhältnismäßig wenig Aufwand viel erreichen. "Vor 25 Jahren wurde halb Ingeln durchasphaltiert. Das hält heute noch", sagte der Ortsratspolitiker bei der jüngsten Sitzung des Ortsrats. Auch Andreas Aue (CDU) teilt die Einschätzung. "Einmal abfräsen und asphaltieren würde uns 20/30 Jahre weiter bringen."

Ganz so einfach sei es allerdings nicht, hält Grüning entgegen. "Wir haben schon viele Fälle gehabt, bei denen, sobald die Fräse angesetzt wurde, der Oberbau mit raus kam", sagt der Stadtrat. Er verfolge deshalb die Strategie, anhand der Befahrungsdaten systematisch vorzugehen. Das heiße nicht automatisch, dass Straßen mit roter oder grüner Kennzeichnung als erstes drankämen: Gegebenenfalls wolle die Verwaltung auch kleinere Schäden angehen, "damit die Straßen nicht sehenden Auges zum Sanierungsfall werden".

Wie sich das Tempo der Straßensanierung erhöhen lässt, sich unterdessen auch Sache der Politik: "Es ist auch an Ihnen, im Zuge der Haushaltsberatungen darüber zu entscheiden, ob mehr Geld zur Verfügung gestellt wird", sagte Grüning den Ortsratsmitgliedern. Aktuell gebe die Stadt jährlich zwischen 200.000 und 350.000 Euro für die Straßenerhaltung aus, zugleich sei das Tiefbauamt an der Obergrenze der Leistungsfähigkeit angelangt.

Das Thema dürfte angesichts der anstehenden Wahl eines für den neuen Rat der Stadt sein. Auf mehr Geld für die Straßenerhaltung hat sich allerdings keine Partei öffentlich festgelegt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6sorz8z0xaw12883ghn8
Männerchor Orpheus gibt Adventskonzert in Kirche

Fotostrecke Laatzen: Männerchor Orpheus gibt Adventskonzert in Kirche