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Ohne Mietwohnungen keine Flebbehof-Bebauung

Alt-Laatzen Ohne Mietwohnungen keine Flebbehof-Bebauung

Ohne Mietwohnungen keine Flebbehof-Bebauung: Dieses Bekenntnis haben SPD, CDU und Grüne bei einer Podiumsdiskussion des Christlichen Seniorenbunds abgegeben. Weitere Themen waren sozialer Wohnungsbau und die Nahversorgung in Alt-Laatzen.

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Bei der Podiumsdiskussion des Christlichen Seniorenbunds stellen sich Andreas Quasten (Grüne, ganz links), Petra Herrmann (SPD) und David Novak (CDU, rechts) den Fragen von Moderator Werner Läwen (Dritter von links).

Quelle: Dorndorf

Alt-Laatzen. Rund 70 Zuhörer kamen am Dienstagabend in den Treffpunkt Alt-Laatzen. Geladen waren auf dem Podium allerdings ausschließlich Kandidaten von SPD, CDU und Grüne. Werner Läwen vom Seniorenbund begründete dies damit, dass er bei der langen Diskussion um die Flebbehof-Bebauung vor allem mit diesen Parteien im Kontakt gestanden habe - und entschuldigte sich bei den politischen Mitbewerbern für diese "Blauäugigkeit".

Eröffnet wurde die lebhafte Debatte mit dem Thema Wohnungsbau. "Wohnungen sind Daseinsvorsorge", stellte Petra Herrmann (SPD) fest - sie müssen zur Verfügung gestellt werden. Allerdings sei die Stadt selbst nicht in der Lage, "mal eben 80 Millionen Euro" in die Hand zu nehmen, um Sozialwohnungen zu bauen - "da würde uns die Kommunalaufsicht auslachen". Ohne Geld von Bund und Land gehe es nicht. Wichtig sei es, bestehende Häuser in barrierefreien Zustand zu versetzen.

"Wir haben vernachlässigt, Wohnungen zu schaffen, die bezahlbar sind", räumte Andreas Quasten (Grüne) ein. Allerdings habe die Stadt jetzt an der Senefelderstraße ein Grundstück für diesen Zweck erworben, zuletzt seien zudem viele Wohnungen in Laatzen entstanden. "Ich verstehe deshalb nicht die Andeutung, man müsse eine Gettoisierung vermeiden", sagte Quasten mit Blick auf Äußerungen von CDU und GFW.

"Ich stimme zu, dass es keine Gettoisierung gibt", stimmte ihm David Novak (CDU) etwas überraschend zu. Die hohen Baupreise hingen mit Angebot und Nachfrage, aber auch hohen Bauauflagen zusammen. Er stellte die Frage in dem Raum, ob es im Sinne der Zuhörer sei, wenn der Staat ("also wir alle") Sozialwohnungen fördert. "Laatzen soll eine Stadt sein, in der man gern wohnt - und dann sind auch die Preise nicht ganz im Keller."

Beim Thema Flebbehof-Bebauung am Alten Markt waren sich alle schnell einig: Der Investor Meravis müsse zwingend Mietwohnungen mit Serviceangeboten für Senioren anbieten: "Wenn wir die Mehrheit haben, werden wir nicht zustimmen, wenn die Vorgaben nicht eingehalten werden", stellte Herrmann klar. "Sie werden die Zusage einhalten müssen", stimmte Quasten ein - und Novak ergänzte: "Notfalls muss Meravis zurückziehen."

Wenig Aussichten machten die Kandidaten den Zuhörern hinsichtlich des Rückzugs von Post und Sparkasse aus dem Alt-Laatzener Zentrum. "Es ist schwierig, Großkonzerne zu beeinflussen", stellte Novak fest. "Da kann man sehr, sehr wenig tun", glaubt auch Quasten - und Herrmann kritisierte die schlechten Konditionen, die die Post Filialbetreibern in Aussicht stellt. "Denen kann man nur raten, die Finger davon zu lassen."

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Rund 70 Zuhörer verfolgen die Podiumsdiskussion beim Christlichen Seniorenbund.

Quelle: Dorndorf
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