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Junge Generation soll Austausch fortsetzen

Laatzen-Mitte Junge Generation soll Austausch fortsetzen

Mehr als 100 Teilnehmer aus Laatzen, Grand Quevilly, Guben und Gubin beendeten das Partnerschaftswochenende am Montag in der Erich-Kästner-Schule. Dabei betonte der einstige Landtagspräsident Jürgen Gansäuer, dass Städtepartnerschaften erst gelungen sind, wenn die nächste Generation sie fortsetzt.

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Jürgen Gansäuer zeigt in seinem Vortrag auf, dass Frieden in der Geschichte Europas nicht selbstverständlich ist.

Quelle: Stephanie Zerm

Laatzen-Mitte. In seiner Festrede fand Gansäuer klare Worte für die mittlerweile "en vogue" seiend Diskreditierung Europas und die zunehmende Bedeutung des Rechtspopulismus. "Ich rate dazu, vor der Übernahme nationalistischen Gedankengutes dessen Tauglichkeit bei einem Besuch in Auschwitz und Bergen-Belsen oder auf den Soldatenfriedhöfen von Verdun in Frankreich oder Stare Czarnowo in Polen zu überprüfen." Sorgen und Ängste der Menschen müssten ernst genommen werden. "Aber wir dürfen uns von ihnen nicht umfassend geistig beherrschen und politisch treiben lassen."

Nach einem Exkurs über die kriegerischen Auseinandersetzungen im Europa der vergangenen Jahrhunderte betonte Gansäuer, dass der "Beweis, dass wir Europäer aus den unzähligen Kriegen und Feindschaften tatsächlich gelernt haben", nur durch die tägliche Bereitschaft zum Zuhören und Aufeinanderzugehen erbracht werde. Als endgültig gelungen könne man Laatzens Städtepartnerschaften aber erst dann betrachten, wenn garantiert sei, dass der Staffelstab der Freundschaft und des respektvolles Miteinanders an die junge Generation weitergegeben worden sei.

Das sah Bürgermeister Jürgen Köhne genauso. "Wichtiger als die offiziellen Städtepartnerschaften sind die vielen Beziehungen, die Vereine, Verbände, Schulen, Einrichtungen und Privatpersonen mit Menschen und Gruppen in den verschiedensten Ländern unterhalten." Dabei spielten junge Menschen eine wichtige Rolle. "Sie sind diejenigen, die den Austausch mit Menschen in unseren Nachbarländern pflegen sollen und damit einen Beitrag dazu leisten, dass die Phase des Friedens in Europa noch viele Jahrzehnte anhält."

Um weitere Aktivitäten von interessierten Gruppen zu unterstützen, wolle die Verwaltung in den nächsten Wochen ihre Richtlinien zur Förderung von Partnerschaften auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüfen und dem Rat schnellstmöglich zur Beschlussfassung vorlegen.

Auch für Grand Quevillys Bürgermeister Marc Massion hängt die Zukunft Europas vom Willen der Bevölkerung ab. In diesem Zusammenhang bekämen Städtepartnerschaften eine neue Dimension und Verantwortung. "Je mehr Leute zusammenkommen, desto mehr werden sich unsere Städtepartnerschaften auf Städte in den neuen EU-Mitgliedsländern ausbreiten. Und je mehr Gewicht wir haben, desto mehr Hoffnung gibt es, dass der politische, wirtschaftliche und soziale Aufbau unseres Kontinents wieder in Schwung kommt."

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Von Stephanie Zerm

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