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Pastorin feiert Sonntag bei St. Nicolai Abschied

Ingeln-Oesselse Pastorin feiert Sonntag bei St. Nicolai Abschied

Es bleibt unstet: Erneut muss die junge Zwölf-Apostel-Gemeinde Sarstedt-Land, zu der Ingeln-Oesselse gehört, eine Pastorin ziehen lassen. Nach 2,5 Jahren wechselt Uta Cziczkus-Büttner zur Gefängnisseelsorge nach Hannover. Abschiedsgottesdienst bei St. Nicolai ist am Sonntag, 27. November, 11 Uhr.

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Nach zweieinhalb Jahren verlässt Pastorin  Uta Cziszkus-Büttner die Zwölf-Apostel-Gemeinde Sarstedt-Land wieder. Ihren Abschieds feiert die 56-Jährige am Sonntag, 27. November, im Anschluss an den 11-Uhr-Familiengottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche im benachbarten Gemeindehaus in Ingeln-Oesselse. Künftig arbeitet sie als Gefängnisseelsorgerin für den Stadtkirchenverband Hannover.

Quelle: Arne Herden

Ingeln-Oesselse. Ihren Dienst in Ingeln-Oesselse und den weiteren elf Ortschaften der Zwölf-Apostel-Gemeinde hatte Cziczkus-Büttner im April 2014 übernommen: als Vakanzvertretung für drei Jahre. Zugleich übernahm sie die Geschäftsführung der 2012 aus sechs bis dato unabhängigen, neu zusammengeschlossenen Gemeinde mit ihren insgesamt 6300 Mitgliedern und entwickelte die neuen Strukturen in der jungen Gemeinde mit.

Mit Cziczkus-Büttner kümmern sich noch die Pastorin Annegret Austen sowie der im Februar in Ingeln-Oesselse ordinierte Pastor Yorick Schulz-Wackerbarth um die zwölf Predigtstätten und 13 Orte mit dem zentralen Pfarramt bei St. Nicolai.

"Natürlich wird eine solche Fusion nicht von Anfang an von allen Mitgliedern mitgetragen. Aber die Gemeinde hat sich gut entwickelt", sagt Cziczkus-Büttner. Dies sei nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit im Kirchenvorstand sowie den  haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern zu verdanken.  "Hier kann  man  nicht alleine Pastorin sein. Neue Ideen und Konzepte müssen immer zusammen entwickelt werden", so die Pastorin. Da Gemeindefest im September mit Arbeitskreisen,  Musikgruppen und Chören  aus allen Orten sei ein "großer Erfolg" gewesen. Gleichwohl müsse die Gemeinde noch mehr zusammenfinden. "Die Größe ist auch eine Herausforderung",  so Cziczkus-Büttner.

Er bedauere den Weggang sehr, sagte der Oesselser Manfred Anolke, der stellvertretender Vorsitzende des Kirchenvorstands bei Zwölf-Apostel ist: "Pastorin Cziczkus-Büttner hat uns in schwierigen Zeiten sehr geholfen." Ihr Wunsch, eine Stelle bei der Gefängnisseelsorge des Stadtkirchenverbandes Hannover anzutreten, werde aber respektiert.

Mit ihrer neuen Aufgabe ist die Sehnderin bereits vertraut. Bereits als Schulpastorin in Hannover und bei dem Oberstufenschülerprojekt "Knast-Kontakt" habe sie Erfahrungen mit Gefängnisinsassen gesammelt. "Ich fand das damals sehr spannend. Es war eine gute Erfahrung für Schüler und Inhaftierte", erzählt die 56-Jährige.

Die offiziell zum 1. Dezember vakante Stelle solle schnellstmöglich wiederbesetzt werden, sagte Anolke. Der neue Superintendent Mirko Peisert ist diesbezüglich bereits mit der Landeskirche im Gespräch. Die Gottesdienste würden alle wie gewohnt gefeiert. Die Geschäfte in der Gemeinde übernimmt Pastorin Austen.

Sieben Wechsel in fünf Jahren

In den letzten fünf Jahren gab es im Bereich der Zwölf-Apostel-Gemeinde insgesamt sieben Wechsel: Pastor Oliver Friedrich verließ St. Nicolai zum 1. Dezember 2011, kurz vor der Fusion der sechs Einzelgemeinden, aus privaten Gründen nach Buxtehude. Für Matthias Weindel endete seine 17-jährige Zeit als Pastor in Wirringen im März 2012: Er ging nach Wolfsburg. Die so frei werdenden eineinhalb Stellen wurde im Februar 2013 mit dem frisch ordinierten Pastorenehepaar Almut und Christoph Wingenfeldt besetzt, das die Gemeinde aber schon 14 Monaten später auf eigenen Wunsch wieder räumte. Ein Grund sollen Meinungsverschiedenheiten im Pastorenteam gewesen sein.

Im September 2015 zogen dann auch zwei Urgesteine weiter: Pastor Günter Albrecht wechselte nach 26 Jahren in Lühnde zum September 2015 in die Altenheimseelsorge und zog nach Bad Salzdetfurth. Sein Kollege Burkhard Kugelann feierte einen Monat später Abschied – nach 20 Jahren in Algermissen – und wechselte nach Peine.

Uta Cziczkus-Büttner, die seinerzeit die halbe Stelle von Almut Wingenfeld übernahm, ist die siebte Pastorin, die seit November 2011 im Bereich der Zwölf-Apostel-Gemeinde ihren Abschied feiert.

Die vielen Pastorenwechsel hätten  mit Sicherheit etwas mit der Fusion zu tun, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstsandes Manfred Anolke: "Wir hoffen, dass wir mit dem nächsten  Pastor soweit gefestigt sind, dass wir Ruhe reinbekommen an dieser Front."

 
Abschiedsgottesdienst am Sonntag

Letztmalig hält Pastorin Uta Cziczkus-Büttner am Sonntag,  27. November, um 11 Uhr einen Familiengottesdienst bei St. Nicolai. Im Anschluss daran wird sie im Gemeindehaus verabschiedet.

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Nach zweieinhalb Jahren verlässt Pastorin  Uta Cziszkus-Büttner die Zwölf-Apostel-Gemeinde Sarstedt-Land wieder. Ihren Abschieds feiert die 56-Jährige am Sonntag, 27. November, im Anschluss an den 11-Uhr-Familiengottesdienst in der St.-Nicolai-Kirche im benachbarten Gemeindehaus in Ingeln-Oesselse. Künftig arbeitet sie als Gefängnisseelsorgerin für den Stadtkirchenverband Hannover.

Quelle: Astrid Köhler

Von Astrid Köhler

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