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Planer erhalten viele Ideen für Jugend-Aktiv-Platz

Laatzen-Mitte Planer erhalten viele Ideen für Jugend-Aktiv-Platz

Zielgruppe erwischt und viele Ideen gesammelt: Nach dem von mehr als 70 vornehmlich jungen Teilnehmern besuchten Bürgerworkshops zur Gestaltung eines Jugend-Aktiv-Platzes in Laatzen, sind Stadt und Planungsbüro sehr zufrieden. Der gewünschte Skatepark aber stellt die Planer vor Herausforderungen.

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In drei Gruppen arbeiten die 70 Teilnehmer, darunter viele Jugendliche, beim Bürgerworkshop im Laatzener Stadthaus an Ideen für den Jugend-Aktiv-Platzes auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes in Laatzen-Mitte.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Viele Jugendliche, zumal solche mit bunten Käppis, Strickmützen und Skateboards, verirren sich für gewöhnlich nicht ins Laatzener Stadthaus. Am Mittwochabend war das anders. Unter den 70 Teilnehmern des ersten Bürgerworkshops zur Umgestaltung des Abenteuerspielplatzes zu einem Jugend-Aktiv-Park an der Würzburger Straße waren neben den Stadtteilmanagern, Vertretern der Laatzener Politik und Verwaltung sowie der Region viele Dutzend junge trendsportbegeisterte Leute aus Laatzen und der Region. Ein Skatepark stand am Ende mit ganz oben auf der Wunschliste – doch dessen Realisierung stellt die Planer vor Herausforderungen.

Es gehe an diesem Abend nicht darum, alle Wünsche zu äußern und bis ins Detail durchzuplanen, stellte der Geschäftsführer Ingo Naschold vom Planungsbüros Dsgn Concepts klar. Vielmehr sollten die vorhanden Spielbereiche betrachtet und Ideen für die Umgestaltung des ein Hektar großen Geländes gesammelt werden.

Die Workshopteilnehmer ließen sich nicht lange bitten. In drei moderierten Gruppen tauschten sie sich aus und erarbeiteten zahlreiche Vorschläge und Wünsche. So werde die sogenannte Spinne – ein Kletternetz aus Seilen – gut genutzt, auch die Rutsche sei „cool“ und solle erhalten bleiben. Bei der Hängebrücke gingen die Meinungen hingegen auseinander. Viele hielten sie für verzichtbar, auch um Platz für Trendsportanlagen zu machen. Ein vollwertiger Skatepark stand ebenso ganz oben auf der Wunschliste wie Kletter- und Sprungmöglichkeiten für Parkour, eine Trasse für Mountainbiker und andere. Fußballspieler meldeten sich beim Workshop zwar nicht zu Wort, doch die umso zahlreicher erschienenen Skater sowie Trasseure von Parkour machten sich auch für sie stark und notierten „Bolzplatz“ auf ihren Gruppenkarten.

Außerdem fanden sich darauf noch Vorschläge wie eine Beleuchtungsanlage für die Abend- und Winternutzung des Geländes, einem abschließbaren Containern zur Lagerung von Gerätschaften und Fahrradständer über eine Feuerstelle und einen Pavillon bis hin zu einem Wasserspender, bei dem die Sportler ihre Flaschen kostenlos auffüllen können.

Anregungen wie eine WLAN-Bank, bei der Handys kostenlos geladen werden können, verwarfen die Jugendlichen aus Kostengründen. Auch die Pflege und den Schutz vor Vandalismus durch entsprechende Materialwahl („eher Beton als Holz oder Plastik“) hatten sie im Blick.

Die Planer waren von den vielen Rückmeldungen schier begeistert. „Das ist eine super Beteiligung und es gibt sehr konstruktive Vorschläge. Mit den Ideen haben wir aus planerischer Sicht sehr viel Futter“, sagte Naschold, der allerdings auch ein noch ungelöstes Lärmproblem ansprach: „Der Skatepark ist die allergrößte Herausforderung.“

Um eine Baugenehmigung zu bekommen und die Lärmschutzvorgaben in dem benachbarten Wohngebiet einzuhalten, müsste eine bis zu 4,50 Meter hohe Schallschutzmauer an der Skateanlage errichtet werden. In dem Bereich zwischen Hügel und Messeschnellweg könnte sie auch niedriger sein. Die Jugendlichen waren angetan von dieser Aussicht und der Möglichkeit, die Mauer als Graffitifläche oder zum Bouldern (Klettern) zu nutzen.

Für das Projekt stehen bereits Fördermitteln in Höhe von rund 200 000 Euro zur Verfügung. Entsprechende Entscheidungen in den politischen Gremien vorausgesetzt sollen die Pläne auf Grundlage des Workshops im Herbst bei einer weiteren Bürgerversammlung vorgestellt werden. Der Jugend-Aktiv-Platz ist von regionaler Bedeutung, weshalb sich auch die Region finanziell beteiligt.

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Von Astrid Köhler

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