Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Planer verteidigen ihre Haltestellenpläne

Laatzen-Mitte Planer verteidigen ihre Haltestellenpläne

Der Ortsrat hat Ideen, wie die Haltestelle Laatzen künftig aussehen könnte und diese über die Stadt bei den Planern eingereicht. Doch die Vorschläge sind angeblich nicht umsetzbar.

Voriger Artikel
Stadt: Der Zaun in der Kita muss bleiben
Nächster Artikel
Ehrenmal-Debatte: Wie gedenkt man der Toten?

Die Pläne der Infrastrukturgesellschaft der Üstra für die geplante Umgestaltung der Endhaltestelle Laatzen stoßen weiterhin auf Kritik.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. Weder eine Park-and-Ride-Anlage, noch ein Hochbahnsteig mit integrierter Bushaltestelle oder die Verlagerung nach Süden scheinen für Region Hannover, Infrastrukturgesellschaft (Infra) und Üstra machbar. Das hörte der Ortsrat nun von deren Vertretern persönlich. Es sei dringend davon abzuraten, die Haltestelle nach Süden - „weg von der Wohnbebauung“ - zu verlegen, sagte Christian Weske von der Region Hannover. Der gleichmäßige Abstand von derzeit rund 600 Metern zu den umliegenden Haltestellen gilt als erhaltenswerter Vorteil für Fahrgäste. Auch sei eine Park-and-Ride-Anlage wie am Verkehrsknotenpunkt Rethener Bahnhof in Laatzen-Mitte nicht ratsam. „Wir wollen keinen weiteren Verkehr in die Stadt locken“, so Weske.

Einen Hochbahnsteig wie an der Misburger Straße zu bauen, der von Stadtbahn und Bussen „Backe zu Backe“ angefahren werden kann und bei dem Fahrgäste umsteigen können, ohne die Erich-Panitz-Straße zu queren, hielten die Planer ebenfalls für nicht empfehlenswert. Nach dem tödlichen Unfall 2014 habe sich die Unfallkommission intensiv mit der Situation befasst, betonte Martin Vey von der Infra. Die Bushaltestelle an die Kreuzung zu verlegen, Übergänge genau zu definieren und Querläufer mittels Hochbahnsteig unattraktiv zu machen sei wesentlich sicherer, als Busse von der Kreuzung der vierspurigen Straße in die Mitte der Haltestelle und herausfädeln zu lassen. Abgesehen davon, dass die Planung weniger sicher und deutlich teurer sei, sprächen auch noch die niedrigen Nutzerzahlen gegen diese Lösung, ergänzte Maike Hörnschemeyer von der Üstra. Während an der Haltestelle Misburger Straße drei Viertel der täglichen 15.000 Fahrgäste „Backe zu Backe“ von dem Bus in die Bahn wechseln, werden in Laatzen nur 7 Prozent Umsteiger gezählt - bei gerade einmal 4000 Fahrgästen.

Welche Auswirkungen es habe, wenn die Stadt die Pläne - wie derzeit - weiterhin ablehne und Einwände hat, wollte Heinz Domdey (CDU) wissen. „Die Stellungnahme der Stadt Laatzen ist sehr relevant“, betonte Weske. Letztlich müsse die Behörde die Argumenten beider Seiten abwägen. Noch sei es nie vorgekommen, dass Planungen nicht zusammen mit der Kommune umgesetzt wurden.

Die Planfeststellungsunterlagen liegen seit Mittwoch aus und sind sowohl online als auch in Papierform bis einschließlich 8. Oktober zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros im Rathauses, Marktplatz 13, einzusehen. Einwände sind noch zwei Wochen länger bis 22. Oktober vorzubringen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6snqsb1owqeu76ysj1s
Kirche will Josef-Godehard-Heim verkaufen

Fotostrecke Laatzen: Kirche will Josef-Godehard-Heim verkaufen