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Plaster nervt Anwohner - hilft Tempo 30?

Gleidingen Plaster nervt Anwohner - hilft Tempo 30?

Die Hildesheimer Straße ist die Hauptverkehrsader Gleidingens - aber neben der Bahn zugleich auch Lärmquelle Nummer eins. Im Ortsrat wurde jetzt diskutiert, wie sich dies reduzieren ließe - etwa durch Tempo 30 in den Nachtstunden oder Nachbesserungen bei der Pflasterung.

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Das Pflaster auf der Hildesheimer Straße ist so laut, dass sich Anwohner gestört fühlen. Inzwischen gibt es Schäden an einigen Fugen und stellenweise Absackungen, die das Befahren nach Einschätzung von Ortsratsmitgliedern noch lauter machen.

Quelle: Dorndorf

Gleidingen. Auslöser der Diskussion am Montagabend war eine Anfrage des Ortsrates, die schon zwei Jahre zurückliegt: Die CDU hatte damals angemahnt, dass die Pflastersteine auf der Hildesheimer Straße inzwischen teilweise abgesackt und die Fugen dazwischen beschädigt seien. Anwohner hätten im Verlauf der Jahre spürbar mehr Lärm und Erschütterungen durch vorbeifahrende Stadtbahnen wahrgenommen. Man wolle von der Üstra deshalb unter anderem wissen, ob die 1996/97 verlegten Schienen überhaupt für Belastungen durch die später angeschafften Silberpfeile ausgelegt seien und in welchen Abständen Nachbesserungen anstünden.

Knapp zwei Jahre später liegt nun die Antwort vor: Demnach werde der Zustand der Gleisanlagen regelmäßig geprüft - und je nach Bedarf gehandelt. "Eine Nachbesserung nach festgelegten zeitlichen Fristen oder der Belastung wird nicht durchgeführt", heißt es bei der Üstra. Die Mutmaßung, dass die Schienen für Silberpfeile nicht geeignet seien, weist das Unternehmen zurück. "Alle Streckenabschnitte sind baulich so gestaltet, dass sie von allen eingesetzten Fahrzeugtypen sicher befahren werden können."

Ortsratsmitglied Peter Jeßberger will dies so nicht hinnehmen. "Ich finde die Antwort nicht befriedigend", sagte er am Montagabend bei der Ortsratssitzung. Beim Einbau der Schienen sei seines Wissens aus Kostengründen Pflaster verwendet worden. "Das ist viel zu laut", bemängelt Jeßberger. Die Unebenheiten ließen den Lärmpegel sogar noch ansteigen. Um die Anwohner zu schonen schlage er eine Tempo-30-Regelung in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr vor.

Tatsächlich enthält der 2012 beschlossene Lärmaktionsplan bereit eine ähnliche Idee: Seinerzeit war für den Bereich Tempo 40 und in den Nachtstunden Tempo 30 vorgeschlagen worden. Umgesetzt wurde dies damals allerdings nicht. Wie Stadtsprecher Matthias Brinkmann erläutert, habe man damals beschlossen, lediglich Anregungen von Bürgern umzusetzen, nicht aber die Vorschläge des Aktionsplans selbst. Verhängt wurde damals lediglich ein Lkw-Fahrverbot für die Thor-, Oster- und Oesselser Straße, von der Anlieger aufgenommen wurden.

Die Hoffnung, dass irgendwann der Verschleiß der Stadtbahngleise zu Umbauten führen könnten, ist unterdessen nur etwas für Geduldige: Nach Angaben von Üstra-Sprecher Udo Iwannek ist die nächste Runderneuerung erst etwa für das Jahr 2030 vorgesehen. Ob bei einem Austausch auch die umliegende Konstruktion geändert werde, liege in der Entscheidung der Infrastrukturgesellschaft der Region Infra.

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