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Wenn Maschinen sich per SMS krank melden

Laatzen Wenn Maschinen sich per SMS krank melden

Der Laatzener Pneumatikspezialist Aventics setzt bei der Entwicklung seiner Produkte zunehmend auf das Thema Industrie 4.0: Bauteile werden neuerdings so vernetzt, dass Defekte elektronisch übermittelt können. Das Unternehmen hat anlässlich der Hannover Messe diese und andere Neuheiten vorgestellt.

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Industrie 4.0, made in Laatzen: Eric Siemann führt vor, wie Aventics Ventile und andere Maschinenteile am Rechner überwachen lassen kann. Entweicht Luft aus dem System, gibt es eine Warnmeldung.

Quelle: Dorndorf

Laatzen. Die Hannover Messe vor der Haustür - das hat kaum ein Unternehmen so direkt wie Aventics: Das Werk an der Karlsruher Straße liegt genau gegenüber dem Messeeingang West. So lud das Unternehmen in dieser Woche denn auch nicht auf das Messegelände, sondern in die eigenen Räumen zur Pressekonferenz ein.

"Predictive Maintenance" - vorausschauende Instandhaltung - ist eines der Schlagwörter der sogenannten Industrie 4.0, die auch in der Pneumatikbranche eine zunehmende Rolle spielt. Gemeint ist eine elektronische Vernetzung von Anlagenteilen: Wenn Druckluftsysteme undicht sind oder Stoßdämpfer ihrer Funktion nur noch eingeschränkt nachkommen, lässt sich dies anhand der Daten ablesen, die eingebaute Sensoren übermitteln. "Wir wissen so, wann ein Produkt am Ende des Lebenszyklus ist", sagt Aventics-Entwicklungsleiter Theo Paulus. Übermittelt werden kann dies beispielsweise per Email oder SMS. Das ähnelt quasi einem Husten, bevor die eigentliche Krankheit ausbricht.

Aventics setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit dem Sensorhersteller Ifm Electronic. Um Erfahrungen zu sammeln, setzt das Laatzener Unternehmen solche Messsysteme auch im eigenen Haus ein: Permanent überwacht wird etwa der Energieverbrauch einer Dauerversuchs im Laatzener Werksgebäude. Anhand der Daten lasse sich ermitteln, zu welchen Tageszeiten es Verbrauchsspitzen gibt, um diese dann nach Möglichkeit neu zu verteilen - so lassen sich etwa Energiekosten sparen. "Das bringt schon viel", sagt Paulus.

Vorgestellt hat Aventics auch eine neue, einfach handhabbare Ventilserie ES05 und ein neues Online-Bestellsystem. "It's that easy" - so leicht geht das - ist das Motto, mit dem das Unternehmen für sich und diese Neuerungen wirbt.

Die Umbenennung des Laatzens Unternehmens - aus Bosch Rexroth wurde nach dem Verkauf vor rund zwei Jahren Aventics - ist unterdessen nahezu abgeschlossen. Seit kurzem werde auch der frühere Beiname "Rexroth Pneumatics" neuerdings nicht mehr mitgeführt, sagt Vertriebsleiter Peter Saffe. Der Verkauf der Zahnkettensparte in Gronau sei mit dem Jahreswechsel vollzogen. Heute beschäftige Aventics weltweit 2000 Mitarbeiter, zur in Laatzen ansässigen deutschen Gesellschaft zählen 700 Beschäftigte. Der Umsatz liege 2015 voraussichtlich unter 400 Millionen Euro, ein weiteres Wachstum sei angepeilt.

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Der Name Rexroth ist verschwunden: Aventics hat seine Umbenennung abgeschlossen.

Quelle: Dorndorf
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