Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Podiumsdiskussion zum Ehrenmal

Laatzen Podiumsdiskussion zum Ehrenmal

Die Debatte um das Laatzener Ehrenmal und den Volkstrauertag ist bisher vorrangig im Ortsrat und den Medien geführt worden. Um die Meinungen deutlich zu machen und mögliche Lösungen aufzuzeigen, lädt die CDU Laatzen für Mittwoch, 21. Januar, zur Podiumsdiskussion ein – mit namhaften Teilnehmern.

Voriger Artikel
„Wir stehen an eurer Seite“
Nächster Artikel
Winterdienst, aber gegen Gebühr

Das denkmalgeschütze Ehrenmal in Alt-Laatzen an der Alten Rathausstraße.

Quelle: Astrid Köhler

Alt-Laatzen. Zugesagt haben der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Niedersachsens, Michael Fürst, der Vorsitzende des Landesverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Rolf Wernstedt, sowie der ehemalige Landtagspräsident Jürgen Gansäuer. Mit dabei sind außerdem die Pastorin der Immanuelgemeinde, Sabine Preuschoff, und der Direktor des Bistumsarchivs in Hildesheim, Thomas Scharf-Wrede. Letzterer ist den Laatzenern auch durch seinen Vortrag zum 75-jährigen Bestehen von St. Mathilde bekannt: Die Kirche an der Eichstraße wurde 1937/1938 - also in der Zeit des Nationalsozialismus - gebaut.

Moderiert wird die Diskussion unter dem Motto „Erinnern für die Zukunft - Gedenken in Laatzen“ von Astrid Köhler, Redakteurin der Leine-Nachrichten. Nachdem sich die Fragen zunächst an die fünf Podiumsteilnehmer richten, wandert das Mikrofon im zweiten Teil des Abends auch ins Publikum, für Fragen der Zuhörer.

Die Einführungsrede hält der ehemalige Ministerialrat Hans-Günter Bolten. Dabei geht er auf die fast dreijährige Diskussion um das 1934 zur NS-Zeit errichtete Ehrenmal und den als alternativen Gedenkort vor die Alte Kapelle versetzten Findling der Sportlichen Vereinigung Laatzen ein. Auch dessen Tafeltext „Unseren Opfern 1914/18 1939/45 zum Gedenken“ wird inzwischen scharf kritisiert - und vehement verteidigt.

„Mittlerweile haben die öffentlich wahrnehmbaren Diskussionsbeiträge teilweise ein Niveau erreicht, welche einem wertschätzenden, pietätvollen und ehrerbietenden Gedenken entgegenlaufen“, sagt Christoph Dreyer, Chef des CDU-Stadtverbandes. „Es wird endlich Zeit, dass wir hier den öffentlichen Diskurs auf eine friedvolle und von vielen Betroffenen akzeptierte Lösung hinführen.“ Das sei auch der Anlass für die Podiumsdiskussion.

Beginn ist am Mittwoch, 21. Januar, um 19 Uhr im Treffpunkt Alt-Laatzen, Auf der Dehne 2a.

Bürger äußern sich zu Entwurf für Tafelinschrift

Was soll künftig auf dem Gedenkstein in Alt-Laatzen stehen? Seit November können Bürger Vorschläge einreichen und sich zum Textentwurf einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Superintendent Detlef Brandes äußern. Etwa ein Dutzend Bürger hat das bisher getan. Es habe sowohl Zustimmung zu dem Vorschlag gegeben, als auch Ablehnung oder andere Ideen, sagte Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Vertreter des Ortsrates, der Stadtverwaltung, der Kirche und der Laatzener Vereine hatten sich dabei nicht nur einen alternativen Tafeltext zu dem bisherigen – mit den Jahreszahlen der beiden Weltkriege – geeinigt. Außerdem befürwortete die Gruppe eine Textergänzung, wonach der „Toten von Krieg, Gewaltherrschaft und Terror vergangener Zeiten und heute, die ermordet wurden, gefallen, verhungert, vermisst sind“ gedacht wird. Die meisten Bürger hätten sich zum Gedenkstein geäußert, so der Sprecher. Es gab aber auch Einzelne, die die Debatte darum für „Quatsch“ hielten und stattdessen auf das Ehrenmal verwiesen. Den genauen Wortlaut der Bürgerreaktionen wollte Brinkmann nicht vorwegnehmen. Der Laatzener Ortsrat berate darüber öffentlich am Dienstag, 27. Januar. Auch über das Datum hinaus nimmt die Stadt weiter Reaktionen entgegen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6qdih23rflvylyl82te
Kinder sind beim Nabu dem Biber auf der Spur

Fotostrecke Laatzen: Kinder sind beim Nabu dem Biber auf der Spur