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Quartier am Alten Markt: Dächer in Rot oder Grau?

Alt-Laatzen Quartier am Alten Markt: Dächer in Rot oder Grau?

Ein Jahr haben die Abstimmungen gedauert, nun liegt der Entwurf zum Bebauungsplan "Alter Markt" in Alt-Laatzen vor. Laatzens Politiker stören sich allerdings an gleich mehreren Details – von der Dachfarbe in dem künftigen Quartier über die Entwässerung bis zum Abbau von Wertstoffbehältern.

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Silvia Petersen vom Planungsbüro Petersen stellt den Mitgliedern des Ortsrats Laatzen und des Stadtentwicklungsausschuss Pläne und Ansichten für die Bebauung am Alten Markt vor.

Quelle: Astrid Köhler

Alt-Laatzen. Insgesamt 73 Wohneinheiten umfasst das von dem hannoverschen Immobilienunternehmen Meravis entwickelte Gebiet. Bei der Vorstellung der Pläne am Montag gab es allerdings kritische Töne von Mitgliedern des Ortsrates und des Stadtentwicklungsausschusses: "Wir wollen keinesfalls dunkle Dachfarben, sondern Rot", betonte Hannelore Flebbe (CDU) mit der Zustimmung mehrerer weiterer Politiker, darunter Günter Ohms und Bernd Stuckenberg (beide SPD), die auf andere rot gedeckte Gebäude in der Umgebung verwiesen – Meravis sieht bisher graue und dunkel gestaltete Dächer vor.

"Das ist für uns eine völlig neue Aussage. Wir sind immer von grauen Dächern ausgegangen", entgegnete Meravis-Prokurist Manfred Hofmann: "Wir sind der Meinung, dass ein Quartier mit 47 Geschosswohnungen und 26 Reihenhäusern aus sich heraus eine gewisse Gestaltung verträgt, die sich von der Nachbarschaft absetzt." Wegen der Dachfarben soll es nun noch Gespräche geben.

• Diskussionen gab es auch zur Entwässerung. Wie Klaus Gervais (Grüne) bezweifelten mehrere Politiker, dass ein Anschluss an die Regenwasserkanalisation unnötig ist und der Niederschlag auf den Grundstücken über sogenannte Rigolen – in der Regel unterirdische Wasserspeicher – versickern kann. Die Verwaltung sieht dies anders: Stadtbaurat Axel Grüning und Teamleiter Jörg Schmidt hingegen sprachen den Berechnungen der Ingenieuren ihr Vertrauen aus.

• Die Restmüllabfuhr für die 26 Reihenhäuser auf der Westhälfte sowie die Geschosswohnungen (mit Tiefgarage) auf der Ostseite erfolgt ausschließlich an zwei Abfallinseln am Rande des Quartiers: am Wendehammer An der Masch sowie am Alten Markt.

• Von 16 schützenswerten Bäumen sind standort- und zustandsbedingt nur sechs zu erhalten. Auch zwei Kastanien direkt am Flebbehof werden gefällt. Sie sind laut Gutachten krank und nicht mehr verkehrssicher. Insgesamt 20 Bäume werden neu gepflanzt.

• Ob sich ein Betreiber für das Service-Wohnen in dem südlichen Gebäude mit zehn Wohnungen findet, ist noch ebenso offen wie die künftige Nutzung des Flebbehofes. Als mögliche Nutzung werden "der Versorgung des Gebiets dienende Läden, Schank- und Speisewirtschaften sowie nicht störende Handwerksbetriebe" festgesetzt.

• Die Wertstoffinsel am Alten Markt wird 2017 mit Beginn der Arbeiten aufgelöst. Während der Abfallentsorger Aha nach Angaben der Verwaltung keinen Ersatz im Bereich plant, sondern zusätzliche Container an anderen Sammelstellen aufstellen will, fordert die Politik Ersatz. Die Verwaltung wurde um Vorschläge geben.

Nachdem Ortsrat und Ausschuss den Entwurf am Montag einhellig beschlossen haben, ist der Weg frei für das Beteiligungsverfahren. Ab 10. Oktober werden die Pläne öffentlich ausgelegt und Stellungnahmen eingeholt.

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Von Astrid Köhler

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