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Gleischleife bei Haltestelle Laatzen bleibt

Laatzen Gleischleife bei Haltestelle Laatzen bleibt

Der Laatzener Politik sind Martin Vey vom Baumanagement der Infrastrukturgellschaft (Infra) und Maike Hörnschemeyer (Üstra) gut bekannt. Wegen des Haltestellenumbaus Laatzen waren sie schon öfter zu Gast, um die Pläne zu erläutern – oder zu verteidigen. Der jüngste Besuch führte zum Durchbruch.

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Die Schleife bleibt: Auch nach dem barrierefreien Ausbau der Haltestelle Laatzen sollen die Stadtbahnen der Linie 1 ihre Runde drehen. Ein Kehrgleis, wie bis zuletzt von der Laatzener Politik gefordert, ist kein Thema mehr.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. "Wir hoffen, dass wir sie überzeugen können, die Planung noch gut zu heißen",  sagte Vey am Montag vor dem Stadtentwicklungsausschuss. Ein weiteres Mal erläuterten er und Hörnschemeyer, warum die Wünschen der Politik aus planerischer Sicht kaum zu erfüllen sind. Die Gleisschleife zugunsten eines Kehrgleises aufzugeben, sei nicht nur teurer sondern führe zu massiven Problemen bei der Organisation des durchgetakteten Stadtbahnverkehrs. Auch rieten er und Hörnschemeyer davon ab, Busse und Stadtbahnen denselben Hochbahnsteig anfahren, um einen "Backe-zu-Backe"-Umstieg zu ermöglichen.

"Wir sind gern bereit, Geld für sinnvolle Lösungen auszugeben", betonte Vey. Er sehe aber keinen Vorteil bei einem teureren Kehrgleis, das eine 16-Meter-Schneise und 16 statt wie in der aktuellen Planungsvariante zwei Bäume koste. Die Busse quer über die Kreuzung zum Hochbahnsteig zu leiten, berge neue Gefahren und außerdem profitiere kaum einer davon, wie das Fahrgastaufkommen zeige. Im Gegensatz zur Haltestelle Misburger Straße habe der Umstieg vom Bus in die Stadtbahn "keine Relevanz in Laatzen", so Hörnschemeyer. Von 3700 Fahrgästen der Stadtbahnen und 300 im Bus stiegen nur 20 um. Alle anderen sind Ein- und Aussteiger. Letztere müssten dann immer die Straße überqueren, statt wie jetzt am Fahrbahnrand auszusteigen und zu den Wohngebieten oder Schulen zu gehen.

"Wir schaffen neue Gefahrenpotenziale", mahnte Bürgermeister Jürgen Köhne. Hannelore Flebbe (CDU) äußerte sich besorgt, dass "wenn wir uns weiterhin gegen die Planung stemmen und Dinge verlangen, die technisch nicht möglich sind" das Haltestellenprojekt in Laatzen und damit auch die darauf aufbauenden am Rethener Galgenberg und der Rethener Schleife gefährdet seien. Silke Rehmert, Bernd Stuckenberg (beide SPD), Peter Jeßberger (parteilos) und aus dem Zuhörerraum der Vorsitzende des Seniorenbeirats Klaus-Dieter Meyer äußerten sich ähnlich.

So entschied der Stadtentwicklungsausschuss mehrheitlich, die Forderungen nach dem Kehrgleis, einem "Backe-zu-Backe"-Umstieg und der Verlagerung der Haltestelle nach Süden aus der Stellungnahme zu streichen. Ralph Wetzel (Linke) stimmte dagegen.

Hintergrund für die aktuelle Debatte ist der Unfalltod einer Schülerin, die im Juni 2014 beim Versuch vom gerade angekommenen Bus die wartende Stadtbahn zu erreichen auf die Straße gelaufen und dort von einem Auto überfahren worden war.

Die Planfeststellungsunterlagen sind noch bis einschließlich Donnerstag, 8. Oktober, im Bürgerbüro, Marktplatz 13, einsehbar: wochentags von 8 bis 17 Uhr (donnerstags bis 19 Uhr) sowie samstags von 10 bis 12 Uhr. Online sind diese auf der Stadtseite zu bekommen.

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