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Politik will Pimp-your-town-Ideen aufgreifen

Laatzen Politik will Pimp-your-town-Ideen aufgreifen

100 Laatzener Schüler haben Anfang Februar Politik gemacht: Beim Planspiel "Pimp your Town" simulierten die Jugendlichen Rats- und politische Ausschusssitzungen. Jetzt wollen Laatzens "echte" Politiker einige der Anträge aufgreifen. Auch die Gründung eines Jugendbeirats ist im Gespräch.

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Anfang Februar trafen sich Schüler beider Schulzentren und der Förderschule zur fiktiven Ratssitzung im Forum des Erich-Kästner-Schulzentrums.

Quelle: Zerm

Laatzen. Wenn es nach dem Pimp-Your-Town-Rat ginge, soll die Stadt Laatzen ein Kino bekommen, die Preise im Aqualaatzium senken, den Nahverkehr verbessern und in den Sommerferien eine große School's-out-Feier ermöglichen. All dies - und einiges mehr - haben die Jugendlichen per fiktivem Ratsbeschluss entschieden.

Es könnte sein, dass einige der insgesamt 18 Ideen, die bei "Pimp your Town" eine Ratsmehrheit fanden, tatsächlich aufgegriffen werden. Die Mitglieder des echten Kinder- und Jugendhilfeausschuss verständigten sich am Donnerstagabend darauf, eine interfraktionelle Gruppe zu bilden, in der die Anträge besprochen werden sollen. Die Idee: Diejenigen Anträge, die weiter diskutiert werden sollen, könnten dann als gemeinsamer Antrag aller Fraktionen im Rat behandelt werden.

Vorschlagen hatte dies Gregor Dehmel vom Verein Politik zum Anfassen, der das dreitägige Schülerprojekt organisiert hatte. Bei der Umsetzung solcher Ideen würden die verschiedenen Kommunen, in denen der Verein bereits aktiv war, sehr unterschiedliche Wege gehen. "Ein Extrem war die Stadt Hildesheim, die im ersten Jahr alle Anträge zur Stellungnahme in die Verwaltung gegeben hat", sagte Dehmel. Das Ergebnis: Alle 45 Ideen wurden abgelehnt. Ein anderes Extrem sei die Inselgemeinde Fehmarn gewesen, wo der Rat - reichlich zeitaufwändig - alle Anträge formal behandelt hatte. "Auch das würde ich Ihnen nicht empfehlen."

Gundhild Fiedler-Dreyer (CDU) regte an, im Rahmen der interfraktionellen Gruppe auch die am Projekt beteiligten Jugendlichen selbst einzubinden - und auf diese Weise den neuen Schwung, den "Pimp your Town" gebracht hat, auszunutzen. "Vielleicht schafft man es sogar, alle Ideen mit unserer Brille zu betrachten", ergänzte Peter Hellemann (SPD).

Jugendpflegerin Kristina Gleixner erläuterte, dass die Stadt möglichst schnell an diejenigen Jugendlichen herantreten will, die Interesse an einer weiteren Form der Beteiligung haben. Möglicherweise könne daraus ein Jugendbeirat hervorgehen - die Entscheidung darüber soll allerdings bei den Jugendlichen selbst liegen. Und: "Pimp your Town soll keine Eintagsfliege bleiben", sagt Gleixner - sollte es auch in den nächsten Jahren Möglichkeiten der Förderung geben, wolle die Stadt das Projekt wiederholen.

Ein Video zum Laatzener Projekt "Pimp your Town" findet sich im Internet unter pimpyourtown.de/laatzen

Von Johannes Dorndorf

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