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Polizei muss Dauerladendieb laufen lassen

Laatzen Polizei muss Dauerladendieb laufen lassen

Der Ladendieb ist bei Polizei und Justiz einschlägig bekannt: Allein seit Oktober wurde der Laatzener bei fast 40 Diebstählen erwischt, so auch am Mittwoch, als er in zwei Läden Alkohol im Gesamtwert von 260 Euro stehlen wollte. Trotz der Wiederholungsgefahr musste ihn die Polizei freilassen.

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Das Polizeikommissariat in Laatzen.

Quelle: Astrid Köhler (Archiv)

Laatzen. Am Mittwoch hatte der 22-Jährige zunächst in Hannover-Döhren versucht, heimlich Alkohol im Wert von 150 Euro an der Kasse vorbei aus dem Rewe-Markt An der Wollebahn zu schmuggeln. Nachdem er dort erwischt wurde, versuchte er sein Glück in Laatzen bei Kaufland. Dort steckte er neun Wodkaflaschen in seinen Rucksack und probierte es erneut, wurde aber ebenfalls erwischt.

Wie der Leiter des Laatzener Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED) Stefan Schwarzbard erklärte, gehörten neben Alkoholika auch Parfüm und Elektroartikel, darunter Spielekonsolen und sogar Fernseher, zu den bevorzugten Diebesgütern des 22-Jährigen: "Seit Oktober letzten Jahres ist er bereits fast 40-mal wegen Ladendiebstahls in Laatzen und Hannover strafrechtlich in Erscheinung getreten." Der vorbestrafte Mann sei der Polizei schon "seit Jahren" bekannt und dieser habe ein Vielfaches an weiteren Straftaten begangen, darunter Hausfriedensbruch in Geschäften und wegen Drogendelikten.

Aufgrund der Häufung der Straftaten, sei bei ihm von gewerbsmäßigem Diebstahl auszugehen, um den Lebensunterhalt und Drogenkonsum zu finanzieren, so Schwarzbard. "Gerade was das Polizeikommissariat Laatzen angeht, haben meine Kollegen hervorragende, saubere Arbeit geleistet und alles dafür getan, dass der Mann dem Richter und Staatsanwaltschaft vorgeführt wird."

Die Polizei hatte bereits vor einiger Zeit und hat auch aktuell bei der Staatsanwaltschaft angeregt, den Dauerladendieb mittels Haftstrafe oder anderer Formen der Gewahrsamsnahme vorübergehend aus dem Verkehr zu ziehen. Die Staatsanwaltschaft hält hingegen etwas anderes für dringender. Gegenüber der Polizei verwies sie darauf, zunächst die Schuldfähigkeit des 22-Jährigen feststellen zu lassen. Dafür soll nun ein Gutachten in Auftrag gegeben werden.

Von Astrid Köhler

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