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Unfallflucht: Polizei beschlagnahmt Führerschein

Alt-Laatzen Unfallflucht: Polizei beschlagnahmt Führerschein

Dieser Rums hallt nach: Eine 56-jährige Autofahrerin ist seit Mittwochabend ohne Führerschein, nachdem sie Stunden zuvor bei einem Wendemanöver in Alt-Laatzen vor Zeugen einen BMW beschädigt hatte und weggefahren war. Für wie lange die Frau ihren Führerschein los sein wird entscheidet ein Richter.

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Das Polizeikommissariat in Laatzen.

Quelle: Köhler (Archiv)

Alt-Laatzen. Nach Polizeiangaben ereignete sich der Unfall am Mittwoch gegen 14.10 Uhr in der Kolberger Straße, einer kleinen Wohnstraße in Alt-Laatzen. Die Frau habe mit ihrem Opel gewendet und sei beim Zurücksetzen gegen einen geparkten BMW gefahren. Mehrere Zeugen hätten den Zusammenstoß gehört, erklärte der Leiter des Laatzener Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED) Stefan Schwarzbard. Obwohl es sogar zu einem Blickkontakt der Opelfahrerin mit einem Zeugen gekommen sein soll, habe diese ihr Wendemanöver fortgesetzt und sei einfach davongefahren.

"Unfallflucht ist eine Straftat", betont Schwarzbard, der Autofahrern eingehend rät, auch bei vermeintlich geringen Sachschäden immer vor Ort zu bleiben und die Polizei zu verständigen. Der BMW wurde an der Stoßstange sowie am Kotflügel beschädigt. Geschätzter Schaden: rund 2000 Euro.

Zeugen hatten das Kennzeichen des Opels notiert und die Polizei verständigt. Nach mehreren erfolglosen Versuchen trafen die Beamte die ermittelte Fahrzeughalterin schließlich bei sich Zuhause an und konfrontierten sie mit dem Vorwurf der Unfallflucht. Da die 56-jährige Laatzenerin ihren Führerschein nicht freiwillig abgeben wollte, sei dieser gegen ihren Willen beschlagnahmt worden, so Schwarzbard. Der Führerschein werde unverzüglich zur weiteren Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Er gilt damit als vorläufig eingezogen.

Fahrverbot ist möglich

Ab einer Schadenshöhe von 1600 Euro liege bei einem Unfall ein erheblicher Schaden vor, erklärt Amtsrichter Jens Buck. Das Vergehen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort könne in derlei Fällen sowohl ein Fahrverbot von ein bis drei Monaten und unter bestimmten Umständen – dazu gehört das mögliche Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss – auch eine längere Entziehung der Fahrerlaubnis zur Folge haben. "Das ist immer eine Einzelfallentscheidung, die im Strafverfahren durch das Gericht geklärt wird", so der Amtsrichter.

In Anbetracht der üblichen Zeiten für die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei, der Anhörungs- und Gerichtslaufzeiten könnte der Unfall in Alt-Laatzen in etwa vier Monaten Gegenstand einer Gerichtsverhandlung sein.

Von Astrid Köhler

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