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Laatzener posiert mit Waffe bei Facebook

Alt-Laatzen Laatzener posiert mit Waffe bei Facebook

Martialische Bilder von Menschen, die mit gezückten Waffen vor der Kamera posieren, finden sich unzählige im Internet. Das Foto eines Alt-Laatzeners, der sich bei Facebook mit vorgehaltener Schusswaffe zur Schau stellt, blieb aber nicht folgenlos: Die Polizei durchsuchte am Donnerstag seine Wohnung.

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Symbolbild Polizei

Quelle: Archiv

Alt-Laatzen. "Wir nehmen die Sache sehr ernst, gerade in der heutigen Zeit", betont Stefan Schwarzbard, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes (KED) in Laatzen.

Die Beamten reagierten mit der Durchsuchung auf einen anonymen Hinweis vom 2. Dezember. An dem Tag waren sie auf die Facebook-Seite eines Laatzeners aufmerksam gemacht worden. Der Mann war dort mit einer vor der Brust gehaltenen Waffe zu sehen. "Dem Anschein nach hätte es sich um eine scharfe Schusswaffe handeln können", so Schwarzbard.

Als die Beamten die Identität des Mannes feststellten und heraus fanden, dass auf den 37-Jährigen keine Waffe registriert ist und er zudem noch einschlägig vorbestraft ist, wurde es brisant. "Wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Waffengesetz haben wir bei der Staatsanwaltschaft vorgetragen, beim Amtsgericht ein Durchsuchungsbeschluss zu beantragen", so Schwarzbard. Parallel dazu erreichte die Laatzener ein weiterer Hinweis "von einer Dienststelle außerhalb Niedersachsens", der sich ebenfalls auf das fragwürdige Waffen-Posing-Foto des Laatzeners bezog. 

Kaum lag die Entscheidung des Richters am Donnerstag vor, grifft die Polizei um 9 Uhr in Alt-Laatzen zu. Der 37-Jährige sei allein gewesen und habe die Waffe gleich gezeigt, so der KED-Leiter. Wie sich herausstellte, handelte es sich um die Schreckschussvariante einer Walther PPK.

Der Besitz der Gaspistole sei dem Mann nicht zu verbieten, auch nicht das Foto auf seiner Facebookseite, sagt Schwarzbard. Gleichwohl sei ihm empfohlen worden, das Bild zu entfernen. Dies habe der 37-Jährige mit Verweis auf seine "persönliche Note" abgelehnt.

Ganz ungeschoren kommt der Alt-Laatzener wohl aber nicht davon, denn bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten auch 1,7 Gramm Marihuana. Das sind zwar eher geringe Mengen, doch es reicht aus für eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Über das weitere Vorgehen entscheidet die Staatsanwaltschaft.

Von Astrid Köhler

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