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Polizei ermittelt nach Schulwegsvorfall mit Mann

Alt-Laatzen Polizei ermittelt nach Schulwegsvorfall mit Mann

Einen Tag nachdem Eltern einen Autofahrer bei der Polizei angezeigt haben, der zwei Grundschüler auf dem Heimweg angesprochen und zum Einsteigen animiert haben soll, sind Eltern und Schule alarmiert. In allen Klassen werde der Vorfall besprochen, heißt es. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

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Die polizeilichen Ermittlungen in Alt-Laatzen dauern an. Ein unbekannter Autofahrer soll hier am Dienstagnachmittag zwei Schüler der Grundschule Rathausstraße auf dem Heimweg angesprochen und zum Einsteigen in seinen Wagen animiert haben. Die Eltern der Kinder erstatteten daraufhin Anzeige.

Quelle: Astrid Köhler

Alt-Laatzen. Nach Informationen dieser Zeitung soll ein älterer Mann die beiden Grundschüler – einen Jungen und ein Mädchen – am Dienstagnachmittag im Bereich der Alten Rathausstraße und Wiesenstraße angesprochen haben. Angeblich wollte er sie nach Hause fahren. Nachdem die Kinder es ablehnten, in seinen Wagen einzusteigen, soll er noch ein zweites Mal gehalten haben. So heißt es unter anderem in einer Information, die unter Eltern und Lehrern kursiert.

Polizeisprecherin Martina Stern mahnt zur Besonnenheit und verweist auf die laufenden Ermittlungen: "Beim derzeitigen Stand der Erkenntnisse bezüglich des im Raum stehenden ,Ansprechens' ist keine strafrechtliche Relevanz erkennbar. Die Überprüfungen dauern noch an." Derzeit bestätigt werden könne nur die Aussage, wonach sich der Vorfall am Dienstag "zwischen 15 und 16 Uhr im Bereich der Alten Rathausstraße" zugetragen haben soll. Fragen danach, wo die Ansprache genau erfolgte, was die betroffenen Schüler konkret ausgesagt haben und ob vermehrt Streifenfahrten im Umfeld der Schule geplant sind, beantwortete die Polizei nicht.

Sowohl die Schulleiterin als auch deren Vertretung sind krankheitsbedingt für Fragen derzeit nicht erreichbar. Wie das Kollegium mitteilen ließ, werde in den Klassen über den Vorfall besprochen. Darüber hinaus seien derzeit aber keine weiteren Maßnahmen geplant, auch keine Aufsicht vor der Schule. Der Vorfall am Dienstagnachmittag habe sich weder auf dem Schulgelände noch vor der Schule sondern auf dem Nachhauseweg zugetragen, hieß es aus dem Kreis des Kollegiums. Es sei nicht möglich, alle rund 170 Kinder auf ihren unterschiedlichen Wegen zu begleiten.

Bei vielen Eltern bleibt dennoch ein mulmiges Gefühl. "Es ist beängstigend und beunruhigend", sagt die Schulelternratsvorsitzende Nafize Caglar, die auch Mutter eines Drittklässlers ist: "Ich werde meinen Sohn heute nach einem Jahr wieder von der Schule abholen."

Elternrat regt Aufklärungsprojekt an

Alle Kinder sollten wissen, was zu tun ist, wenn sie von Fremden angesprochen oder zum Einsteigen in ein Auto animiert werden. Laut und selbstbewusst ,Nein' sagen und möglichst mit anderen in der Gruppe den Schulweg gehen, sind nur zwei Tipps. "Wir sollten Kinder aufklären, ohne Angst zu machen", betont Nafize Caglar. Die Mutter und Elternratsvorsitzende der Grundschule Rathausstraße hat nach dem Vorfall nicht nur die Elternsprecher und Vertreter der acht Klassen in Alt-Laatzen informiert, sondern auch Projekttage zu dem Thema angeregt und diesen Wunsch der Schule mitgeteilt.

Bei dem Aufklärungsprojekt solle möglichst die Polizei mit eingebunden sein. "Die Kinder vertrauen der Polizei", so Caglar. Wenn die Beamten Tipps und Hinweise geben, habe dies ein anderes Gewicht und untermauere die Aussagen der Eltern. "Kinder sollten unbedingt selbständig sein", so die Elternratsvorsitzende. In vielen Familien würden Vorfälle wie der am Dienstagnachmittag auch eingehend besprochen. Mit Projekttagen oder aber zumindest einem Projekttag könnten gleichermaßen alle Schüler erreicht und aufgeklärt werden.

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Die polizeilichen Ermittlungen in Alt-Laatzen dauern an. Ein unbekannter Autofahrer soll hier am Dienstagnachmittag zwei Schüler der Grundschule Rathausstraße auf dem Heimweg angesprochen und zum Einsteigen in seinen Wagen animiert haben. Die Eltern der Kinder erstatteten daraufhin Anzeige.

Quelle: Astrid Köhler

Von Astrid Köhler

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