Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Brand in Flüchtlingsheim: 24-Jähriger festgenommen

Gleidingen Brand in Flüchtlingsheim: 24-Jähriger festgenommen

Der Brand am Montagabend in der Gleidinger Flüchtlingsunterkunft ist offenbar vorsätzlich gelegt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein tatverdächtiger 24-jähriger Bewohner festgenommen. Das Feuer konnte am Abend schnell gelöscht werden, allerdings sind vier Räume vorerst unbewohnbar.

Voriger Artikel
Das falsche Braun: Bauherr soll Dach neu decken
Nächster Artikel
Ingeln-Oesselse soll neue Kita-Räume bekommen

Rund 60 Helfer aller Laatzener Feuerwehren waren am Montagabend bei dem Feuer in der Gleidinger Flüchtlingsunterkunft im Einsatz.

Quelle: Lippelt

Gleidingen. Dem Stand der Ermittlungen nach hatte der 24-jährige Bewohner, der in einem Einzelzimmer im Erdgeschoss wohnte, Mobiliar – mutmaßlich eine Matratze – in Brand gesetzt und war anschließend aus dem Fenster gesprungen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung eingeleitet. Nach Auskunft der Polizei soll er noch am heutigen Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt werden. Geschätzter Gesamtschaden: etwa 10.000 Euro.

Die gesamte Stadtfeuerwehr Laatzen war am  Montag gegen 19.30 Uhr zur Unterkunft an der Hildesheimer Straße alarmiert worden, nachdem Bewohner den Brand bemerkt und gemeldet hatten. Alle Bewohner konnten sich laut Polizei selbständig in Sicherheit bringen. Einige hatten nach Angaben der Feuerwehr mit Feuerlöschern gegen die Flammen gekämpft.

Zwei Trupps der Feuerwehr gingen wenig später unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und untersuchten das betroffene Erdgeschosszimmer auf weitere Brandnester. Noch brennende Materialien wurden zum endgültigen Ablöschen nach draußen befördert. Bereits nach kurzer Zeit konnte "Feuer aus" gemeldet werden. Gegen 21 Uhr konnten die 60 Feuerwehrleute aus den alarmierten vier Ortsfeuerwehren aus Gleidingen, Laatzen, Rethen und Ingeln-Oesselse wieder einrücken.

Die Feuerwehr nahm im Zuge des Einsatzes noch Schadstoffmessungen im Gebäude noch vor. Diese ergaben, dass vier Räume vorerst unbewohnbar sind, weil sich Rauchgas niedergelegt hat. Betroffen sind nach Angaben des Betreibers AWO zwei Erdgeschossräume sowie die beiden darüber liegenden Zimmer.

Für 14 der zuletzt dort wohnenden 44 Menschen, darunter zwei Familien mit insgesamt fünf Kindern, musste die AWO gemeinsam mit der Eigentümerin, der Stadt Laatzen, noch am Montagabend neue Unterkünfte organisieren.

Wie der stellvertretende AWO-Geschäftsführer Dirk von der Osten und die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte, konnten sechs Betroffenen in andere Räume des Hauptgebäudes umziehen, acht weitere zogen in ein Nebengebäude des früheren Messehotelkomplexes direkt auf dem Gelände um. Es steht nach einer Sanierungsphase kurz vor der Fertigstellung und sollte in den nächsten zwei bis drei Wochen eh in Betrieb gehen, so von der Osten: "Keiner wird aus seinen Bezügen oder der Betreuung gerissen, alles läuft ganz normal weiter, auch die Schule." Die Bewohner selbst hätten die Erlebnisse am Montagabend "sehr gut gemeistert".

Noch in dieser Woche soll ein Sachverständiger den Brandort untersuchen, teilte Stadtsprecher Matthias Brinkmann mit. Erst danach könne gesagt werden, wie groß der Schaden tatsächlich und wie aufwändig die Wiederherstellung der Räume sei.

doc6rd11y418s5odscsj0q

Fotostrecke Laatzen: Brand in Flüchtlingsheim: 24-Jähriger festgenommen

Zur Bildergalerie

Von Andreas Kannegießer und Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6snqsb1owqeu76ysj1s
Kirche will Josef-Godehard-Heim verkaufen

Fotostrecke Laatzen: Kirche will Josef-Godehard-Heim verkaufen