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Rettungskräfte suchen stundenlang nach Seniorin

Laatzen-Mitte/Schulenburg Rettungskräfte suchen stundenlang nach Seniorin

Dutzende Polizisten und freiwillige Helfer haben am späten Mittwochabend nach einer 95-Jährigen gesucht, die im Seniorenheim Victor's Residenz vermisst wurde. Nach mehreren Stunden fand eine Rettungshundeführerin die Seniorin - unterkühlt in einem Gebüsch.

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Großeinsatz in Laatzen-Mitte: Das DRK und die Johanniter sind mit Rettungshundestaffeln bei Victor's Residenz angerückt, um bei der Suche nach der vermissten Seniorin zu suchen.

Quelle: Lippelt

Laatzen-Mitte/Schulenburg. Die Frau aus Schulenburg war am Nachmittag von Angehörigen zur Kurzzeitpflege in die Seniorenunterkunft gebracht worden. Nach Polizeiangaben wurde sie bereits nach etwa zwei Stunden vermisst. "Sie war gegen 16 Uhr das letzte Mal gesehen worden", sagt Andreas Keick vom Polizeikommissariat Laatzen. Zunächst hätten das Personal und auch die Angehörigen das Gebäude und die Umgebung abgesucht - vergeblich. Gegen 18.30 Uhr verständige die Residenz dann die Polizei. Die Frau gilt als dement und orientierungslos.

Die Einsatzkräfte suchten daraufhin auch das weitere Umfeld des Hauses an der Mergenthalerstraße ab - einschließlich des Parks der Sinne. Wegen der einsetzenden Dunkelheit und niedriger Temperaturen sei auch ein Rettungshubschrauber angefordert worden. "Der Hubschrauber konnte jedoch in Langenhagen nicht starten, weil es zu neblig war", berichtet Keick.

Am späten Abend beschloss die Polizei, die Rettungshundestaffeln des DRK und der Johanniter zu alarmieren, die mit 51 Helfern und sieben Suchhunden anrückten und die Umgebung des Heims in einem Radius von 500 bis 800 Metern durchsuchten. "Wir wussten, dass die Dame nicht weit gekommen sein kann", sagt Keick. Denn die Seniorin, die keinen Bezug zu Laatzen habe, sei auf einen Rollator angewiesen.

Um 1 Uhr kam dann die erlösende Nachricht: Eine Hundeführerin der Johanniter-Unfallhilfe fand die Vermisste in einem Gebüsch an der Würzburger Straße/Ecke Pestalozzistraße. "Sie war unterkühlt, aber ansprechbar.." Noch in der Nacht wurde sie zur Untersuchung ins Klinikum Agnes Karll gebracht, am Donnerstag konnten ihre Angehörigen sie wieder abholen. "Sie hat das gut überstanden", sagt Keick. Die Frau selbst habe sich nicht erklären können, wie der Vorfall zustande kam.

Dank gebührt aus Sicht der Polizei vor allem den ehrenamtlichen Helfern: "Wir haben Glück, dass wir in der Region eine so gute Truppe an Rettungshundestaffeln haben", sagt Keick. Ohne Bordercollie Evan wäre die Frau vielleicht nicht gefunden worden. "Ich mag mir nicht ausmalen, was dann passiert wäre."

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