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Projekt berät ratsuchende Frauen

Alt-Laatzen Projekt berät ratsuchende Frauen

Willkommen heißen, Probleme lösen oder sich einfach nur mit jemanden Unterhalten: Unter dem Titel „Wie und was geht?“ beginnt morgen ein Frauentreff im Jugendtreff „JuKa“ in der Grundschule Rathausstraße.

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Nicole Hendrych (von links), Zahra Gheysari, Stean Sievers und Nahid Baybordie.

Quelle: Lisa Malecha

Alt-Laatzen. Was hilft gegen die Einsamkeit? Wie werden Kinder in der Schule angemeldet? Wo ist was in Laatzen zu finden? Bisher gab es in Alt-Laatzen keinen Anlaufpunkt, an dem Frauen Antworten auf diese und viele andere Fragen bekommen konnten. Doch das ändert sich ab morgen: Zahra Gheysari berät jeweils mittwochs von 8 bis 12 Uhr Frauen jeden Alters und jeder Nationalität.

„Ich erinnere mich noch daran, wie schwierig der Neuanfang für mich war“, sagt die Sozialwissenschaftlerin Gheysari.Vor 14 Jahren zog die Iranerin nach Alt-Laatzen - mit ihren beiden Kindern. „Sie sind mittlerweile erwachsen und ich habe jetzt Zeit, meine Erfahrungen weiterzugeben und jedem hier einen freundlichen Empfang zu bereiten.“

Darauf freut sich auch schon die Alt-Laatzenerin Nahid Baybordi: „Jetzt weiß ich, das es hier immer jemanden mit einem offenen Ohr für meine Fragen und Probleme gibt, mit dem ich reden kann“, sagt die gebürtige Iranerin. Genau das sei das Ziel der integrativen Mehrgenerationen-Frauengruppe: Eine Willkommenskultur aufzubauen. Schnell war klar, dass die Räume der Jugendpflege der ideale Ort für das Angebot sind. „Jeder kennt die Schule, auch Hort- und Kindergartenkinder sind hier untergebracht“, sagt Nicole Hendrych, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.

Jugendpfleger Stefan Sievers und auch die Lehrer der Grundschule waren sofort begeistert von der Idee. „Hier gibt es alles von der Küche bis zum Computerraum“, sagt er. Die räumliche Nähe und die Zusammenarbeit vereinfache die Arbeit beider Seiten: Wenn Frauen fragen haben, bei denen die Jugendpflege helfen kann, brauchen sie nur einen Raum weiter gehen. Auch Frauen, deren Männer vielleicht ein Problem damit haben, dass sie zu einer Frauengruppe gehen, könnten dieses Angebot unerkannt nutzen. „Der Ort ist frei von Vorurteilen, immerhin ist es eine Schule“, sagt Hendrych.

„Wir wollen keine Vorschriften machen sondern einfach in jeder Lebenslage helfen“, sagt sie. Die Frauen könnten auch einfach nur auf eine Tasse Tee vorbeikommen um zu reden - oder aber sich dabei helfen lassen Formulare auszufüllen, Probleme in der Schule zu lösen und zu erfahren, wo man was machen kann.

„Wir wollen auch die ältere Generation in Sachen Pflege beraten“, sagt Hendrych. „Denn Frauen werden typischerweise älter als Männer.“ Alle beteiligten hoffen nun, dass möglichst viele Frauen von jung bis alt - auch alteingesessene Laatzenerinnen - ihr Angebot nutzen.

Das Projekt der Stadt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration noch bis Ende des Jahres gefördert. „Wir hoffen, dass wir auch 2015 Fördermittel erhalten“, sagt Hendrych.

Von Lisa Malecha

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