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Radfahrer werden auf die Straße verbannt

Laatzen-Mitte Radfahrer werden auf die Straße verbannt

Die Region will noch in diesem Jahr die Wülferoder Straße neu gestalten. Die Pläne stoßen bei Ortsrats- und Fachpolitikern auf Kritik. Radfahrer bekommen künftig einen Fahrstreifen auf der Straße - der ist jedoch an einer Stelle so verengt, dass manche eine Gefährung befürchten.

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Die Wülferoder Straße soll künftig von zwei Spuren auf eine pro Richtung verengt werden. Radfahrer rollen dann nicht mehr über den Geh- und Radweg, sondern auf einem eigenen Radfahrstreifen, der auf Höhe des Überwegs am Hilgerskamp verengt werden soll.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Dass die Wülferoder Straße mit je zwei Richtungsspuren viel zu breit ist, ist für Laatzens Ortsrats- und Fachpolitiker schon seit Jahren ein Ärgernis. Die Region hat deshalb jetzt Pläne vorgestellt, wie der Abschnitt zwischen Erich-Panitz- und Marktstraße künftig aussehen soll. In beide Richtungen verzichtet die Region künftig auf eine Fahrbahn, auf der stattdessen jeweils ein Fahrradstreifen angelegt wird. Der bislang kombinierte Rad- und Fußweg bleibt dann künftig Fußgängern vorbehalten.

Im Ortsrat Laatzen und dem Stadtentwicklungsausschuss stoßen die Pläne allerdings auf Bedenken. Ein Grund ist eine geplante Fahrbahnverengung auf Höhe des Fußgängerüberwegs, die den Hilgerskamp mit dem Fußweg in Richtung Pettenkoferstraße verbindet. Die Region will die dortige Mittelinsel verbreitern, um mehr Sicherheit für Fußgänger zu schaffen. Auf dieser Höhe würde nicht nur die Fahrbahnbreite von 4 auf 3 Meter reduziert, sondern auch die 2,40 Meter breite Fahrradspur zum 90 Zentimeter schmaleren Schutzstreifen.

Der Plan "strotze vor Schwächen", findet Heinz Domdey (CDU): "Fahrradfahrer vor dem parkenden Verkehr zu führen, gefährdet die Radfahrer" - auch wegen der dort immer wieder in zweiter Reihe parkenden Paketdienste. Rüdiger Janecke vom ADFC kritisiert die Verengung am Fußgängerüberweg: "Es besteht eine gewisse Gefahr durch den Übergang vom Radfahrstreifen auf den Schutzstreifen." Außerdem sei der Übergang vom Radfahrstreifen zum Kreisel an der Marktstraße zu kurz bemessen. "Der Radfahrer ist bei dieser Lösung der Dumme. "Aus meiner Sicht ist das nicht verkehrssicherer als vorher", meint auch Heiko Schönemann (SPD). 

Wiebke Schepelmann, Planerin der Region Hannover, teilt die Bedenken nicht. Die Wülferoder Straße sei seinerzeit auf 30.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt worden, tatsächlich seien es nur 6500. "Bei solchen Verkehrsstärken ist es auf der Fahrbahn für Radfahrer sicher, weil Sichtbeziehungen da sind. Man sieht sich, weiß, dass der andere da ist." Das gelte auch für den Bereich der Mittelinsel. Die Planung entspreche dem heutigen Regeln der Technik.

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Die Wülferoder Straße soll künftig von zwei Spuren auf eine pro Richtung verengt werden. Radfahrer rollen dann nicht mehr über den Geh- und Radweg, sondern auf einem eigenen Radfahrstreifen, der auf Höhe des Überwegs am Hilgerskamp verengt werden soll.

Quelle: Dorndorf
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