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Hortsituation: Eltern müssen zittern

Ingeln-Oesselse Hortsituation: Eltern müssen zittern

Die Hortbetreuung in Ingeln-Oesselse im nächsten Schuljahr steht weiter auf der Kippe. Der Rat der Stadt hat sich am Donnerstag dem Umbau der Alten Schule als Plan B verweigert - bei vier Gegenstimmen. Für die Eltern beginnt nun das
große Zittern.

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Zankapfel Alte Schule: Sollte die Hort-Lösung beim TSV Ingeln-Oesselse nicht greifen, müsste erneut der Ortsrat gehört werden. Die Verwaltung fürchtet, dass dann ein Umbau bis zum nächsten Schuljahr nicht mehr zu schaffen ist.

Quelle: Astrid Köhler

Ingeln-Oesselse. Der Riss ging bei der Diskussion am Donnerstagabend quer durch die Parteien. Zwar schloss sich die große Mehrheit des Rates dem jüngsten Beschluss des Ortsrats Ingeln-Oesselse an - einige aber wollten die damit verbundene Ungewissheit für die Eltern nicht verantworten. "Ich stimme nicht zu, weil ich befürchte, dass wir die Kinder nicht untergebracht bekommen", sagte Marion Bode-Pletsch (SPD). Auch Andreas Quasten (Grüne) hält die Entscheidung für problematisch, stimmte aber am Ende mit Bauchschmerzen mit der Mehrheit.

Hintergrund der Diskussion: Der Ortsrat hatte am Montag einen Beschluss des Kinder- und Jugendhilfeausschusses gekippt. Beide Gremien sind sich zwar einig, einige Hortkinder im nächsten Schuljahr im Obergeschoss des TSV-Klubhauses unterzubringen. Beim Verein steht allerdings noch ein Mitgliedervotum und eine Prüfung durch das Land aus. Für den Fall des Scheiterns hatte die Verwaltung als Plan B vorgeschlagen, die Alte Ingelner Schule umzubauen - und wollte dafür grünes Licht.

Das wurde nun verweigert: Stattdessen muss noch einmal der Ortsrat gehört werden. Die Verwaltung befürchtet, dass ein rechtzeitiger Umbau dann schwierig würde. So sieht es auch Bode-Pletsch: "Wenn die ganze Sache nochmal durch den Ortsrat gehen muss, reicht die Zeit nicht und wir können nicht anfangen zu bauen", warnte die Sozialdemokratin.

Gundhild Fiedler-Dreyer (CDU) fragte hingegen, warum die Stadt es seit Jahren versäumt, eine Konzept für die Hortbetreuung in Ingeln-Oesselse aufzustellen. Stattdessen werde immer dann, wenn es eng werde, die Alte Schule zur Debatte gestellt - obwohl diese von Vereinen genutzt wird. Gleichwohl ist die Christdemokratin optimistisch, dass die Betreuung in den TSV-Räumen klappen wird: "Ich bin mir ganz sicher, dass die Prüfung durch das Land wohlwollend ausfallen wird."

Michael Riedel (SPD) verteidigte den Ortsratsbeschluss auch aus formalen Gründen: Zwar sei der Kinder- und Jugendhilfeausschuss des Rates für das Thema Hortbetreuung zuständig - die Gebäudefrage liege jedoch in Händen des Ortsrats. Er erinnerte daran, dass das Thema schon vor fünf Jahren auf der Tagesordnung stand: Damals musste die Awo-Seniorengruppe ihr Domizil in den Schulräumen verlassen - als "Übergangslösung für maximal drei Jahre", wie es hieß. Wäre man seitdem eine langfristige Lösung angegangen, "hätten wir heute die Diskussion nicht", sagte Riedel.

Immerhin ist genau dies nun auf den Weg gebracht: Teil des Ratsbeschlusses ist es, einen Anbau auf dem Schulgelände zur langfristigen Hortunterbringung auf den Weg zu bringen.

Von Johannes Dorndorf

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