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Schilder-Streit um Laatzens Spielplätze

Laatzen Schilder-Streit um Laatzens Spielplätze

Die Ratsgruppe aus SPD und Grünen kritisiert, dass die Stadt Laatzen längst beschlossene Vorschläge für Spielplätze wie die geplante Neubeschilderung noch immer nicht umgesetzt hat. Die Verwaltung teilt hingegen mit, dass die Entwürfe bereits fertig sind und in Kürze ausgeschrieben werden sollen.

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Auf dem Spielplatz an der Pappelallee in Ingeln-Oesselse hat die Stadt im vergangenen Jahr den Sandkistenbereich erneuert und zwei neue Spielgeräte aufgebaut.

Quelle: Daniel Junker

Laatzen. Im Juli 2014 hatten die Gremien für eine kinderfreundliche Beschilderung der Laatzener Spielplätze gestimmt, zudem sollte es eine zusätzliche Kennzeichnung für Notfallsituationen geben. "Bis heute ist aber nichts passiert", sagt Ratsherr Heiko Schönemann (SPD). Zwar habe die Stadt im Juli 2015 Entwürfe für die Beschilderung vorgestellt, sie sollten aber noch einmal überarbeitet werden. "Ich habe mich sowohl mit dem Team Grünflächen und auch mit Bürgermeister Jürgen Köhne getroffen", sagt Schönemann. Zwar habe die Stadt die Entwürfe daraufhin überarbeitet - das Ergebnis sei aber weiterhin nicht zufriedenstellend. "Seitdem ist nichts mehr passiert", sagt Schönemann.

Die Verwaltung begründet die Verzögerung mit den mehrfach geänderten Entwürfen. Mittlerweile habe man die Gestaltung aber an das Design der Stadt angepasst. "Aktuell wird die Vergabe der Schilder ausgeschrieben", teilt Stadtsprecher Matthias Brinkmann mit. Anschließend würden sie nach und nach an den Spielplätzen der Stadt aufgestellt.

Die Ratsgruppe wisse davon noch nichts: "Wir wurden darüber nicht informiert", klagt Schönemann. Er ist der Meinung, dass der jetzige Entwurf im Kinder- und Jugendhilfeausschuss vorgestellt und von der Politik abgesegnet werden müsse. "Gerade nach der langen Vorgeschichte gehört das zum guten Miteinander."

Dass das Thema in Kürze abgeschlossen ist, ist derweil nicht zu erwarten. Insbesondere die auf dem Schild ausgewiesene Internetseite www.laatzen.sagsunseinfach.de, die auf das neu eingerichtete Beschwerdemanagement der Stadt verweist, stößt Schönemann sauer auf - denn die Internetadresse gehöre nicht der Stadt, sondern einem Fremdanbieter. "Wenn der Betreiber die Seite irgendwann ändert, müsste die Stadt alle Schilder wieder überarbeiten." Die Ratsgruppe will deshalb erreichen, dass die Beschilderung auf eine Internetseite verweist, die die Verwaltung selbst in der Hand hat. "Das hatten wir der Stadt auch mehrfach mitgeteilt", sagt Schönemann.

Stadt sieht öffentliche Hinweise auf Reparaturen an Spielgeräten kritisch

Die Ratsgruppe SPD und Grüne hat zudem vorgeschlagen, langfristige Reparaturen an Spielgeräten mit einer Beschilderung öffentlich zu machen. Bei einer Reparatur, die voraussichtlich länger als 14 Tage dauert, soll die Stadt demnach Schilder aufstellen, die auf den Beginn und das voraussichtliche Ende der Arbeiten hinweisen. Zudem sollen der Umfang der Arbeiten und ein Ansprechpartner der Stadt genannt werden.

Die Verwaltung lehnt eine solche Beschilderung ab. "Wir haben bereits Erfahrungen damit gemacht", sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. "Leider wurden die Schilder häufig schon nach kurzer Zeit beschädigt oder entfernt." Die Verwaltung prüfe andere Möglichkeiten - zum Beispiel die Informationsvergabe über das Internet. "Bei besonderen Situationen wurde bisher in der Presse berichtet. Dies soll beibehalten werden."

Stadt wertet Spielplätze auf

Die Stadt arbeitet weiter an ihrem Plus-Spielplatzkonzept. Seit 2013 sollen in jedem Ortsteil langfristig ein bis zwei Spielplätze mit besonderer Ausstattung eingerichtet werden. Für dieses Jahr seien Aufwertungen des Kleinkinderbereichs auf dem Abenteuerspielplatz in Laatzen-Mitte sowie am Wiesendachhaus in Alt-Laatzen geplant. Plus-Areale seien die umgestalteten Plätze allerdings noch nicht, heißt es im Rathaus - dafür seien weitere Aufwertungen nötig.

Langfristig sieht das Konzept zwölf bis 14 Plus-Spielplätze im Stadtgebiet vor. Festgelegt hat sich die Stadt bislang auf die Plätze am Fugenwinkel/Wiesendachhaus (Alt-Laatzen), im Rethener Park, an der Grundschule Gleidingen, an der Pappelallee in Oesselse, das Areal im Heidfeld nahe der Albert-Einstein-Schule sowie den Abenteuerspielplatz an der Würzburger Straße in Laatzen-Mitte. Das Programm ist auf einen Zeitraum von bis zu 14 Jahren veranschlagt.

Stadt will Anlage für Skater, Biker und Traceure weiter voranbringen

Wie berichtet, will die Stadt auf dem Abenteuerspielplatz in Laatzen-Mitte eine kombinierte Skater-, Bike und Parkour-Anlage einrichten. Die Verwaltung sei derzeit mit Vorplanungen beschäftigt, teilt Stadtsprecher Matthias Brinkmann mit. Den derzeitigen Stand will die Verwaltung im nächsten Kinder- und Jugenhilfeausschuss vorstellen, der am Donnerstag, 2. Juni, um 18 Uhr im Sitzungszimmer 503 des Rathauses beginnt.

Ein solch umfangreiches Projekt könne die Stadt allerdings nur mit Fördermitteln und Kooperationspartnern realisieren. "Wir wollen in diesem Jahr die Beteiligung der Akteure und der Politik voranbringen",sagt Brinkmann. Die konkreten Planungen seien dann für das Jahr 2017 vorgesehen. Wann und ob das Projekt tatsächlich realisiert wird, stehe noch nicht fest.

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Von Daniel Junker

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