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Real-Markt am Leine-Center schließt

Laatzen-Mitte Real-Markt am Leine-Center schließt

Der Real-Markt am Laatzener Leine-Center steht vor dem Aus. Die Unternehmenszentrale in Mönchengladbach bestätigte am Donnerstag, dass die Filiale im Juli 2014 schließen wird. 89 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit.

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Noch ist es ein vertrautes Bild: Der Eingang zum Real-Markt am Nordeingang des Leine-Centers wird im Juli 2014 zum letzten Mal für Kunden geöffnet sein.

Quelle: Johannes Dorndorf

Laatzen. Bei einer Betriebsversammlung am Mittwoch hat die Geschäftsleitung die Schließungspläne gegenüber den Mitarbeitern bekannt gegeben. Ende Juli 2014 wird der Real-Markt an der Albert-Schweitzer-Straße zum letzten Mal seine Pforten öffnen. Als Grund nannte ein Unternehmenssprecher die Unwirtschaftlichkeit des Standorts: „Der Laatzener Markt ist nicht profitabel“, es gebe zudem keine Perspektive. Der Zeitpunkt der Schließung hänge mit dem bestehenden Mietvertrag zusammen, der ebenfalls im Juli 2014 auslaufe. Die Mitarbeiter trifft dies schwer, einige sind bereits seit Jahrzehnten bei Real in Laatzen beschäftigt. Ob ihnen Jobs in anderen Märkten des Unternehmens angeboten werden, war am Donnerstag nicht zu erfahren. Dem Vernehmen nach soll aber über einen Sozialplan verhandelt werden.

Die Chancen für eine Übernahme andernorts stehen allerdings schlecht, wie ver.di-Gewerkschaftssekretär Hans-Jürgen Döbbelin erläutert. So gibt Real in nächster Zeit nicht nur den Standort am Leine-Center auf, sondern auch in Langenhagen. Immerhin: Der Markt dort wird von Konkurrent Famila übernommen, der auch den Real-Mitarbeitern Stellen angeboten hat. Weitere Schließungen von Real-Standorten in der Region Hannover sind nach Unternehmensangaben nicht geplant. Eine Nachfolgelösung für Laatzen ist derzeit nicht bekannt. Auch die Auswirkungen auf das Leine-Center, wo eine weitere Schließung angekündigt ist, sind unklar. Mit Real verliert das Center auf jeden Fall einen wichtigen Ankermieter als Nachbarn, der Kunden anzieht. Das Center-Management äußerte sich am Donnerstag nicht zu der Situation.

Aus Sicht Döbbelins ist es definitiv kein Selbstläufer, in der bestehenden Immobilie mit ihren zwei Etagen einen Lebensmittelmarkt dieser Größe anzusiedeln. „Das wären Kaufland oder Edeka“, beide betreiben schon teils neue Märkte in der Nähe. Dass Real zuletzt in Laatzen rote Zahlen schrieb, hängt womöglich auch mit der Entwicklung des Einzelhandels vor Ort zusammen. Mit Rewe und Penny im nahegelegenen Mozartpark sowie dem Lidl-Markt in den Laatzen-Arkaden ist dem Standort in den vergangenen Jahren neue Konkurrenz erwachsen.

Räumungsverkauf

Auch der Sportfreund im Leine-Center gibt auf

Das Leine-Center muss nicht nur den Weggang von Real verkraften, auch das Sportfachgeschäft Sportfreund schließt. Wie Inhaber Lars Koock ankündigt, wird das Geschäft im Obergeschoss des Erweiterungsbaus am 4. Januar 2014 zum letzten Mal geöffnet sein. Als Grund nannte der Grasdorfer mangelnde Umsätze: „In diesem Bereich des Centers ist einfach zu wenig Frequenz.“ Um die Bestände zu leeren, hat Koock bereits Preise reduziert, demnächst soll der Räumungsverkauf beginnen. Koock überlegt nun, ob er im Januar an seinen alten Standort neben Mel’s Diner an der Hildesheimer Straße zieht. In den vergangenen Wochen hatten im Erweiterungsbau auch das Schuhgeschäft Jumex und Beans Coffee geschlossen.

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