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FDP will mehr sozialen Wohnungsbau

Rethen FDP will mehr sozialen Wohnungsbau

Auf ihrer Tour durch die Kommunen haben die Regionsabgeordneten der FDP Christiane Hinze und Bernhard Klockow am Montag in Rethen Station gemacht. Sie besuchten das Familienzentrum und sprachen mit Bürgermeister Jürgen Köhne. Das beherrschende Thema: die Wohnungsknappheit in Laatzen.

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Die FDP-Regionsabgeordneten Bernhard Klockow (2. von links) und Christiane Hinze (1. von rechts) sprachen mit Bürgermeister Jürgen Köhne (2. von rechts) und FDP-Stadtfraktionsvorsitzendem Gerhard Klaus über Laatzen.

Quelle: Isabel Christian

Rethen. Köhne betonte, dass ihn die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt derzeit besonders beschäftige. "Wir haben den Trend, dass immer mehr Familien aus ländlicheren Regionen Niedersachsens herziehen, weil sie hier auf Arbeitssuche gehen", sagt der Bürgermeister. Dazu komme eine wachsende Zahl Studenten, die in Laatzen preiswerten Wohnraum suchten, und Senioren, die es verstärkt ins Stadtzentrum ziehe. "Die Flüchtlinge, die nun zusätzlich untergebracht werden müssen, sind deshalb nicht Auslöser für den Wohnungsmangel, aber sie verstärken das Problem", erklärt Köhne den Gästen.

Gerhard Klaus, der als Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion ebenfalls beim Treffen dabei war, sagte: "Angesichts der Lage müssen wir den sozialen Wohnungsbau wieder aufnehmen. Er forderte deshalb, die Region solle die Richtlinien zur Vergabe ihrer Fördermittel anpassen, damit sozialer Wohnungsbau für Bauherren wieder attraktiv werde.

Denn derzeit müssen sich Bauherren, die Sozialwohnungen bauen oder modernisieren wollen, entscheiden, ob sie Fördermittel aus den Töpfen des Landes oder der Region beziehen wollen. Eine Kombination ist durch die Richtlinien des Region zum Wohnraumförderprogramm ausgeschlossen.

Tatsächlich reicht selbst der deutlich über dem Zuschuss der Region liegende Beitrag des Landes für die meisten Bauherren nicht aus. Das Land beteiligt sich derzeit mit rund 1100 Euro pro Quadratmeter an den Baukosten für sozialen Wohnraum, die Region bietet lediglich 572 Euro pro Quadratmeter. "Da sich das einzeln für die Bauherren nicht rechnet, kommt der soziale Wohnungsbau im Umland quasi zum Erliegen", sagt die Vorsitzende FDP-Regionsfraktion Christiane Hinze. Das sei ein Problem, was auch die meisten anderen Kommunen betreffe. Die Region müsse ihre Förderung deshalb spürbarer werden lassen.

Dazu gehöre zum einen eine deutliche Aufstockung der Fördersumme, aber auch die Ausweisung von preisgünstigem Bauland an den Ortsrändern im Raumordnungsprogramm. "Bei den derzeitigen Bestimmungen gibt es gerade in Laatzen kaum Bauplätze und wenn, dann nur sehr teuer", sagt Hinze.

Hinze und FDP-Regionsabgeordneter Klockow besuchen seit mehreren Jahren in unregelmäßigen Abständen soziale Einrichtungen in den Kommunen und sprechen mit den jeweiligen Bürgermeistern über die Lage in ihren Städten. Beim Besuch in Laatzen sahen sie sich im Rethener Familienzentrum um. Hinze lobte die Verbindung von Seniorenbetreuung und Kindergarten unter einem gemeinsamen Dach. Das habe Vorbildcharakter.

Von Isabel Christian

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