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Religionspädagogin koordiniert jetzt Umsonstladen

Laatzen-Mitte Religionspädagogin koordiniert jetzt Umsonstladen

Es geht weiter mit dem Umsonstladen für Babyerstausstattung in Laatzen. Diese Botschaft sendet der Diakonieverband Hannover-Land mit der Bekanntgabe einer Personalie: Mit Sabine Laskowski hat zum 1. März eine Religionspädagogin und Sozialarbeiterin die vakante Koordinierungsstelle übernommen.

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Neue Leitung: Die Religionspädagogin und Sozialarbeiterin Sabine Laskowski (Mitte) freut sich als neue Koordinatorin auf die Arbeit im Laden mit ihren Teamkolleginnen Sabine Drischel (links) und Hilde Erdmann (rechts).

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Sie freue sich sehr auf ihre neuen Aufgaben zu denen neben dem Laden noch neue Projekte gehören, betont die 49-jährige Hannoveranerin und ergänzt: „Den Umsonstladen kenne ich gut.“ Im Anschluss an ihr 2015 abgeschlossenes Studium war sie unter anderem ein knappes Jahr als Berufspraktikantin bei der Sozialarbeit des Kirchenkreises Laatzen-Springe tätig. Auch den bisherigen Koordinator des Umsonstladens Peter Klinger, der sich bereits im Dezember und damit früher als zunächst geplant in den Ruhestand verabschiedet hatte, lernte Laskowski noch persönlich kennen.

Bereits seit Anfang Januar ist die Sozialarbeiterin in Laatzen im Einsatz. Ihr Vertrag ist aufgrund der unsicheren Finanzierungssituation vorerst aber nur bis Jahresende gültig.

Die Leitungsaufgaben sind weitestgehend gleich geblieben: die Betreuung des Ladens, Spendenakquise, die Betreuung und Neugewinnung von Ehrenamtlichen. Hinzu kommen verschiedene Projekte, die Laskowski mit betreut: Dazu zählen das bereits seit 2016 von der Region Hannover geförderte Schneiderinnen- und Gestaltungsprojekt „Vielfältig (k)reativ“, das aus dem offenen Kreativangebot „Nadel und Faden“ hervorgegangen ist. Aus gespendeten Stoffen arbeiten Frauen Kleidungsstücke und Taschen, die teilweise auch wieder im Laden angeboten werden. Unter den Frauen sind auch Kundinnen des Umsonstladens, die dort schon Baby- und Kinderkleidung bis Größe 116 oder aber Dinge wie Kinderwagen und Betten gegen den Nachweis der Bedürftigkeit abgeholt haben. „Es nimmt Hemmungen, etwas geschenkt zu bekommen“, erklärt Laskowski. „Den Frauen tut es gut.“

Im Aufbau begriffen sind das Landeskirchen-Projekt „Fit im Leben“ sowie das aus dem Programm Demokratie leben finanzierte Projekt „Gemeinsam unterwegs in Laatzen“. Während es bei dem einen um die Begleitung und Beratung von Familien mit Vorschulkindern geht, nimmt das zweite Projekt junge Mütter und schwangere Frauen mit Flüchtlingshintergrund in den Fokus. Diese sollen bei gemeinsamen Gängen durch Laatzen auf das Leben in der Stadt vorbereitet werden, wie bei gemeinsamen Besuchen der Stadtbücherei oder zu Beratungsstellen, und Hilfe bei der Integration und dem Kennenlernen hiesiger Werte erhalten.

Auf den Kontakt mit Menschen auch aus verschiedenen Nationen und Kulturkreisen freut sich die Sozialarbeiterin, die in ihrem ersten Berufsleben als Informatikerin gearbeitet hat. Das Gefühl von Fremdsein ist der in Hannover geborenen und aufgewachsenen Tochter polnisch-deutscher Eltern durchaus bekannt. Mit Vorurteilen kann sie wenig anfangen. „Ich sortiere relativ wenig“, betont die Sozialarbeiterin und Mutter. „Es ist mir ein Anliegen, Menschen so zu sehen, wie sie sind.“

Öffnungszeiten um eine Stunde reduziert

Der Umsonstladen für Babyerstausstattung in der Arche der Thomasgemeinde, Marktstraße 21, ist wie gewohnt zu folgenden Zeiten geöffnet: montags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 14 Uhr. Dienstags allerdings ist der Laden jetzt eine Stunde kürzer und nur noch von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Telefonisch sind der Laden und die Leiterin Sabine Laskowski unter der Nummer (05 11) 1 64 52 42 erreichbar.

Spenden werden weiter benötigt

Seit 2007 gibt es den Umsonstladen für Babyerstausstattung in Laatzen, bei dem Familien gegen den Nachweis der Bedürftigkeit auf unbestimmte Zeit Baby- und Kinderkleidung sowie Betten, Kinderwagen und Weiteres ausleihen können. Die Nachfrage ist seitdem kontinuierlich gestiegen – von einst rund 350 Spendenausgaben im Jahr 2007 auf zuletzt 1400.

Der Wegfall eines Großspenders, der zuvor jährlich 10 000 Euro für die Arbeit des Umsonstladens bereitgestellt hatte, löste 2016 eine mittelschwere Krise bezüglich der finanziellen Absicherung des Ladens aus und stellt die Beteiligten vor Herausforderungen. Zumindest für das laufende Jahr 2017, so Diakoniepastor Harald Gehrke, sei das Angebot aber abgesichert.

Finanziell unterstützt wird der Umsonstladen derzeit von der Region Hannover, der Landeskirche Hannover, dem Kirchenkreis Laatzen-Springe, der Stiftung Pro Diakonie, der Stadt Laatzen, von Förderkreismitgliedern und der Evangelischen Erwachsenenbildung.

Auch Sachspenden werden benötigt, darunter Kinderwagen und -betten, Kleidung bis Größe 116 sowie Stoffe und Wolle.

Von Astrid Köhler

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