Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Rethener Tunnel soll barrierefrei werden

Rethen Rethener Tunnel soll barrierefrei werden

Körperlich fitte mögen es kaum spüren, aber viele Rollstuhlfahrer und manch anderer stöhnt ob der bis zu 8,5 Prozent steilen Rampen am Rethener Bahnhofstunnel. Bisher hat die Verwaltung alle Anfragen zu flacheren Auf- und Abgängen mit dem Hinweis beantwortet, die Stadt sei dafür nicht zuständig.

Voriger Artikel
Schönemann verlässt die Piratenpartei
Nächster Artikel
„An erster Stelle steht die Sicherheit“

Auf geht’s: Die 30 Jahre alten Tunnelrampen am Bahnhof Rethen, wie diese an der Ostseite, weisen mit 8,5 Prozent eine deutlich höhere Steigung auf, als die im Sinne der Barrierearmut maximal empfohlenen 6 Prozent.Köhler

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen. Nun melden sich Ratspolitiker zu Wort. Sie fordern zeitnah eine barrierefreie Lösung. „Im Interesse der Bevölkerung sollten die bereits beschlossenen Ausbaumaßnahmen rings um den Rethener Bahnhof durch den Umbau der Rampen zum Tunnel ergänzt werden“, schrieb die SPD-Ortsratsfraktionsvorsitzende Rita Heitsch in einer Stellungnahme der Ratsgruppe SPD/Grüne/Linke und Piraten. „Es ist mir wurscht, wer zuständig ist“, sagte der SPD-Ratsfraktionschef Ernesto Nebot: „Wir werden uns kümmern.“ Der Umbau der Rampen sei beim aktuellen Bau des Hochbahnsteigs zwar nicht einbezogen. Im Zuge der für 2016/17 angepeilten Überplanung des kleinen Park-and-Ride-Parkplatzes werde das aber geschehen. „Wenn wir die Akzeptanz des öffentlichen Nahverkehrs erhöhen wollen, brauchen wir einen lösungsorientierten Dialog für den ganzen Bahnhof.“ Die jüngsten Äußerungen seitens der Stadtverwaltung mit Verweisen beispielsweise auf die Bahn als Grundstückseigentümer hätten ihn „sehr geärgert“. Nebot, der auch Regionsabgeordneter ist, hat den Verkehrsdezernenten der Region, Ulf Birger Franz, und die Bereichsleiterin Öffentlicher Nahverkehr auf die Rethener Situation hingewiesen: „Wir werden uns mit den jeweiligen Planungsbeauftagten und Büros zusammen setzen und gucken, was man machen kann.“

Auch die Ratsopposition fordert möglichst zügig den barrierefreien Umbau. Wie Olaf Lichy, CDU-Ratsherr und behindertenpolitischer Sprecher der Gruppe CDU/FDP/Bündnis21/RRP mitteilte, wolle sich seine Fraktion heute mit Bürgermeister Jürgen Köhne treffen. Außerdem sei mit der Region abzuklären, „ob die acht Park-and-Ride-parkplätze verlegt werden können, damit wir mehr Auslauffläche für eine 6-Prozent-Steigung bekommen“.

Die Forderungen seien nachvollziehbar, teilte die Stadtverwaltung gestern über ihren Sprecher mit: „Ein Steigungswinkel von 8,5 Grad ist eine deutliche Einschränkung für die Mobilität von Rollstuhlfahrer oder anderen gehbehinderten Personen.“ Die Stadt werde in weiteren Gesprächen mit der Region auf die Bedeutung der Barrierefreiheit hinweisen und Lösungen suchen.

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6so7eyx5pee134syb11u
Nikolaus kommt zum lebendigen Adventskalender

Fotostrecke Laatzen: Nikolaus kommt zum lebendigen Adventskalender