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Riesen-Bärenklau soll der Stadt gemeldet werden

Laatzen Riesen-Bärenklau soll der Stadt gemeldet werden

Rötungen, Ausschlag und Blasen: Der Riesen-Bärenklau, eigentlich als Zierpflanze aus dem Kaukasus eingeführt, kann fiese Verbrennungen verursachen. Ein Exemplar der gefährlichen Pflanze wurde nun in der Leinemasch bei Grasdorf entdeckt.

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Der Bärenklau sieht imposant aus, birgt aber für Menschen Gesundheitsgefahren.

Quelle: Köhler (Archiv)

Grasdorf. „Die Pflanzen müssen umgehend rausgerissen werden“, sagt der Nabu-Vorsitzender Michael Klenke. Denn der auch Herkulesstaude genannte Riesen-Bärenklau ist stark ätzend und hat keine natürlichen Feinde. Die Giftpflanze sondert zudem einen klaren, wässrigen Saft ab, der photosensibilisierende Substanzen enthält. In Kombination mit Sonnenlicht können diese schwere Hautverbrennungen verursachen. Gefährlich ist die Pflanze vor allem für Kinder: Der Kontakt mit dem Gift ist anfangs schmerzlos. Erst nach etwa einem Tag entfaltet sich die volle Wirkung des Kontaktgiftes: Es kommt zu Hautrötungen und Juckreiz, Ödeme und Blasen bilden sich.

Zwar sei die verwilderte Gartenstaude, die über drei Meter groß werden kann, in Laatzen nicht sehr verbreitet, allerdings vermehrt sie sich sehr schnell, wenn sie erst einmal im Fruchtstand ist. „Daher ist momentan eine gute Zeit, um sie zu entfernen, da sie noch nicht gesamt hat“, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Allerdings sollte wegen der Verletzungsgefahr niemand selbst Hand anlegen, rät er. Wer den Riesen-Bärenklau entdeckt, möge dies der Stadt melden. Die Mitarbeiter der Grünpflege entsorgen die Pflanze fachgerecht.

Eines der auffälligsten Merkmale der Herkulesstaude ist sicherlich ihre Größe: Die Pflanze wird zwei bis vier Meter hoch. Charakteristisch sind auch die großen, stark gezackten Blätter, die häufig wie drei Blätter aussehen und die weißen Blüten, die sich zu einer großen Dolde zusammensetzen. Der bis zu zehn Zentimeter dicke Stängel ist grün und rötlich gesprenkelt mit groben Haaren.

Von Lisa Malecha

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