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Greifer knabbert an alter Rentenversicherung

Laatzen-Mitte Greifer knabbert an alter Rentenversicherung

Jetzt geht es dem Betongerippe des alten Verwaltungsgebäudes der Deutschen Rentenversicherung (DRV) an den Kragen: Seit Mittwoch frisst sich ein riesiger Greifer von Nordwesten aus in das Gebäude. In den nächsten Monaten wird es immer mehr aus dem Stadtbild verschwinden.

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Ein riesiger Greifer hat damit begonnen, sich in das Betongerippe des ehemaligen Verwaltuingsgebäudes der Deutschen Rentenversicherung hineinzufressen.Rückbau Rentenversicherung

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. "Die gesamte Schadstoffsanierung ist beendet, der konventionelle Abbruch des Gebäudes hat am Mittwoch begonnen", sagt Ingenieur Olaf Hasselmann. Seitdem reißt ein riesiger Greifer in luftiger Höhe große Betonstücke der ehemaligen Etagendecken heraus. In den nächsten Tagen wird noch ein zweiter Greifer erwartet. "Er kommt extra aus Belgien", so Hasselmann. "Es gibt nicht so viele solcher Geräte."

An der Nordseite zur Langen Weihe wird derzeit noch an der Metall- und Fensterfassade des Hauses gewerkelt. Die Balkone sind bereits weg. In Kürzer soll der Abbruch auch an dieser Seite beginnen.

Die Rückseite des Hauses zum Neubau der DRV hin sieht derweil noch fast intakt aus. "Wir knabbern uns von der Vorderseite in das Gebäude hinein", berichtet Hasselmann. Die alte Fassade diene als Schutz. "Sie reduziert die Staub- und Lärmbelastung gegenüber dem Neubau." Erst zum Ende der Arbeiten werden auch dort die Elemente entfernt.

Im März wird auf dem Gelände eine große Brecheranlage aufgestellt, die den Beton vor Ort zermahlt. Das Material werde später für den Straßenbau wiederverwendet. Der Abbruch geht schnell voran. Ende Juni soll der Betonabbruch abgeschlossen sein.

In den beiden Folgemonaten wird das Gelände für die Wohnbebauung profiliert. Im Zuge der Errichtung des Verwaltungskomplexes in den 70er Jahren wurde das ehemals abschüssige Gelände terassenförmig angelegt. "Die frühere Abschüssigkeit wird jetzt wieder hergestellt", sagt Projektkoordinator Matthias Schweers von der S+P Planungsgesellschaft. Ab August soll dann mit der Erschließung des Geländes für das neue Wohnquartier begonnen werden.

Nach derzeitigem Stand entstehen die Neubauten dann ab Frühjahr 2017. „Die ersten Haus- und Wohnungsübergaben sind für Spätherbst 2017 vorgesehen“, teilt Claudia Wodrich von der Hanseatischen Immobilien Treuhand (HIT), die für die Entwicklung des Neubaugebietes zuständig ist.

Schon jetzt wird der Lärmschutzwall zur Erich-Panitz-Straße neu gestaltet. Die spätere Form ist bereits sichtbar. Im März und April soll der Bereich mit Rasen, Bäumen und Büschen bepflanzt werden. Die ersten Kanäle und Versorgungsleitungen für das Wohnquartier sind dort bereits gelegt worden. "Sonst müssten wir dafür später Teile des Walls wieder wegnehmen", sagt Hasselmann.

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Von Daniel Junker

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