Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
SPD, Grüne und Linke unterzeichnen Vereinbarung

Laatzen-Mitte SPD, Grüne und Linke unterzeichnen Vereinbarung

Das Rot-Rot-Grüne Ratsbündnis in Laatzen steht. Die lokalen Partei- und Fraktionsvorsitzenden von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke unterzeichneten am Montag ihre Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Zu den sieben wichtigsten Zielen der Partner gehört unter anderem mehr bezahlbarer Wohnraum.

Voriger Artikel
Experten diskutieren über Schülerzeitungen
Nächster Artikel
St. Marien: Turmsanierung verschiebt sich erneut

Es ist vollbracht (von links): Die drei Vorsitzenden Luisa Oyen (SPD-Ortsverein Laatzen), Carmen Karwehl (Ortsverband Laatzen Bündnis 90/Die Grünen) und Hans Lehnert (Stadtverband Die Linke Laatzen-Pattensen) unterzeichnen die Vereinbarung zur Zusammenarbeit der drei Parteien im Laatzener Rat.

Quelle: Astrid Köhler

Laatzen-Mitte. Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen für Einkommensschwächere müsse in den nächsten Jahren behoben werden, heißt es bei den formulierten Zielen. Auch die Fortführung des Laatzener Profils für Bildung und Betreuung, die Stärkung des Rad- und Öffentlichen Personennahverkehrs, die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen, nachhaltige Aktivitäten zur Unterstützung der Energiewende, die demokratische Mitgestaltung der Stadt sowie "ein transparentes, nachvollziehbares Handeln bei den politischen Entscheidungsprozessen" zählen mit dazu.

Zwar habe es auch Punkt gegeben, wo noch keine Einigung erzielt wurde – dabei ging es laut Karl-Peter Hellemann (SPD) um die Frage, ob Laatzen einen haupt- oder ehrenamtlichen Behindernbeauftagten bekommen oder ob die Aufgabe weiterhin eine Querschnittsaufgabe der Verwaltung sein soll. Doch auch in dieser Frage werde man sich sicher noch einig, ergänzte Gerd Apportin (Grüne). Insgesamt äußerten sich die Vertreter der drei Parteien sehr zufrieden mit der getroffenen Vereinbarung. Ein besonderen Dank verdiene die scheidende SPD-Ratsfrau Marion Bode-Pletsch, die alle vier Treffen begleitet und moderiert hatte. Es sei ein Vorteil, dass sich alle schon gut kennen würden, hieß es.

Die drei Partner vereinbarten weiter, erneut eine Gruppe im Rat der Stadt bilden zu wollen, sich regelmäßig auszutauschen und Anträge grundsätzlich gemeinsam einzubringen. Wichtig für die neue Ratsperiode ist angesichts der knappen Mehrheit von mitunter nur einer Stimme Punkt 4 der Vereinbarung: "Die Partner verpflichten sich, dem Grundsatz einheitlicher Abstimmung in Gremien und Ausschüssen zu folgen." Nach der Kommunalwahl besetzen SPD (15), Grüne (4) und Linke (2) insgesamt 21 Sitze. Die Opposition mit ihren 19 Sitze – CDU (14), FDP (3) und Freie Wähler (2) – käme mit der zusätzlichen Stimme von Bürgermeister Jürgen Köhne auf 20 Stimmen.

Wie die künftigen Ausschüsse besetzt werden, entscheidet sich bei der konstituierenden Ratssitzung am 3. November, wenn auch die Vorschläge und Wünsche der Opposition vorliegen.

Fest steht hingegen, wen die Mehrheitsgruppe als Kandidaten für die Stellvertreter des Bürgermeisters aufstellen und als Voraussetzung dafür als Mitglieder des Verwaltungsausschusses benennen will: Ernesto Nebot (SPD) und Gerd Apportin (Grüne).

doc6s261oxakdt1jh6ra8kk

Die örtlichen Parteichefs und Fraktionsvorsitzenden nachdem sie die Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Laatzener Rat unterschrieben haben (von links): Luisa Oyen und Ernesto Nebot (SPD), Carmen Karwehl und Mathias Krüger (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Jessica Kaußen und Hans Lehnert (Die Linken).

Quelle: Astrid Köhler

Von Astrid Köhler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Laatzen-Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
doc6snqsb1owqeu76ysj1s
Kirche will Josef-Godehard-Heim verkaufen

Fotostrecke Laatzen: Kirche will Josef-Godehard-Heim verkaufen