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SPD besucht Ökologische Station in Grasdorf

Grasdorf SPD besucht Ökologische Station in Grasdorf

Die SPD-Landtagsabgeordneten Silke Lesemann, Marco Brunotte und Stefan Politze, haben sich gestern – mit dem Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch – bei einer Sommertour über die Arbeit der Ökologischen Station Mittleres Leinetal (ÖSML) in Grasdorf informierten und deren Bedeutung herausgestellt.

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Sommertour: Die SPD-Landtagsabgeordneten Marco Brunotte (von links), Stefan Politze, Silke Lesemann und der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch besuchen die Ökologische Station Mittleres Leinetal, vertreten durch Kai-Olaf Krüger (Dritter von links), Gertraude Kruse (Dritte von rechts) und Mitarbeiterin Carolin Grönemann.

Quelle: Ralf Schunk

Grasdorf. Sie freue sich sehr über den Besuch der "Geburtshelfer", sagte die Vereinsvorsitzende Gertraude Kruse. Hintergrund: Die ÖSML, im April 2012 auf Initiative der Naturschutzverbände BUND und NABU Hannover sowie der Paul-Feindt-Stiftung Hildesheim gründet, erhält vom Land im laufenden Jahr erstmalig 150 000 Euro Projektförderung. Möglich ist das durch die Aufstockung der für die Ökologischen Stationen vorgesehen Fördermittel im Landeshaushalt 2016 um 670 000 auf nun 2,2 Millionen Euro. Kruse, Regierungspräsidentin a. D., lobte die Entwicklung, wies jedoch auf den Bedarf einer längerfristigen Förderung hin.

Die „guten Dinge“, die das vierköpfige ÖSML-Team um Geschäftsführer Karl-Olaf Krüger leistet, sind vielfältig: Als wichtiges Bindeglied zwischen den in Naturschutzverbänden organisierten Ehrenamtlichen und Behörden – hier speziell die Unteren Naturschutzbehörden der Region Hannover sowie des Landkreises und der Stadt Hildesheim – unterstützt der Verein den Schutz, die Pflege und die Entwicklung von Natur und Landschaft in der südlichen Region und dem Landkreis Hildesheim.

So untersucht der Verein die Auswirkungen von Hochwasser. Bedingt durch den Klimawandel stehe das Wasser heute viel länger in der Fläche, so Krüger: "Uns interessiert, wie sich die länger andauernden Überschwemmung auf die Vegetation auswirken und ob mit Konsequenzen für die Wassergewinnung zu rechnen ist."
Ein anderes Beispiel sind die Biber, von denen nach Schätzungen Krügers mittlerweile 35 im Zuständigkeitsbereich der ÖSML leben. Es gehe darum, die Art der Schäden aufzunehmen, die Biber anrichten und zu überlegen, ob deren Aktivitäten steuerbar sind, um Schäden zu minimieren.

Das Beispiel Biber zeigt, wie wichtig Ehrenamtlichen seien. Deren Zählungen und Beobachtungen liefern die Datengrundlagen, die – wie auch im Falle der Feldhamster – für die Ausarbeitung weitergehender Strategien zur Bewahrung des ökologischen Gleichgewichtes unabdingbar sind.

Dass im Gegenzug die Arbeit der ÖSML auch für das Land wichtig ist, unterstrichen sowohl Lesemann als auch Miersch. Beide Abgeordneten sprachen sich für eine dauerhafte Förderung des Vereins aus. Die Ökologischen Station, so Miersch, trügen in besonderem Maße dazu bei, die vielfältigen Zusammenhänge und Abhängigkeiten aufzuzeigen, die für die Natur von Bedeutung seien.

Von Ralf Schunk

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