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Verlängerung der Buslinie 390 wird diskutiert

Laatzen-Mitte Verlängerung der Buslinie 390 wird diskutiert

Sollte die aus Ingeln-Oesselse kommenden Buslinie 390 bis zum Leine-Center durchfahren? Oder würde die Verlängerung der Stadtbahnlinie 2 bis Gleidingen Sinn machen, um die Anbindung des Klinikums Agnes Karll und des Aqualaatziums zu verbessern? In Laatzen wurde darüber bei einem Workshop diskutiert.

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Die Laatzener SPD diskutiert bei einem Workshop im Erich-Kästner-Schulzentrum neue Möglichkeiten für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Quelle: Daniel Junker

Laatzen-Mitte. Auf Einladung der Laatzener SPD diskutierten am Sonnabend rund 40 Teilnehmer über Verbesserungs- und Ausbaumöglichkeiten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Laatzen. Mit Ulf-Birger Franz, dem Verkehrdezernenten der Region Hannover, seinen für Stadtbahnplanung und Straßenbau verantwortlichen Mitarbeitern Christian Weske und Conrad Vinken sowie Manfred Schmidt und Sven-Olaf Klinck von der Üstra waren gleich mehrere Verkehrsexperten vor Ort, um Fragen vor Ort beantworten zu können.

In Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmer zahlreiche Verbesserungsvorschläge. So würde durch eine Verlängerung der Buslinie 390 bis zum Leine-Center das wegen der knappen Zeitfenster kritisierte Umsteigen am Orpheusweg entfallen. "Die Bahn fährt manchmal in dem Moment los, wenn der Bus gerade anhält. Das passiert leider häufiger", sagte Grünen-Politiker Klaus Gervais. Nach Angaben der Üstra-Experten häten die Stadtbahnfahrer allerdings kaum Möglichkeiten auf die Ankunftszeit der Busse zu reagieren. Die Regionalbahnen und S-Bahnen gäben den Takt vor, erläuterte Franz, "danach kommt die Stadtbahn, und dann der Bus". Würden die Stadtbahnfahrer warten, würden andere Fahrgäste eventuell Anschlusszüge verpassen.

Zur Sprache kam auch die Idee, für Ingeln-Oesselse Rufbusse oder Sammeltaxis einzusetzen, um die Anbindung des Ortsteils nach 20 Uhr zu gewährleisten und die Leerzeiten in den Abendstunden zu reduzieren. Franz hält solche Modelle für die Zukunft ebenso für sinnvoll wie einen weiteren Stopp von Erixx- oder Metronom-Zügen am Bahnhof Rethen, den die Teilnehmer des Workshops anregten. "Wir werden mit der Nahverkehrsgesellschaft noch einmal darüber sprechen", sagte Franz. Allerdings dürfe es auf längeren Strecken nur eine bestimmte Anzahl von Haltestellen geben, damit die Züge nicht zu lange unterwegs sind.

Einen Dämpfer erhielten dagegen Pläne für eine Haltestelle in Laatzen-Mitte. Perspektivisch hält der Verkehrsdezernent den zwar für möglich, allerdings erst in einem Zeitraum von mindestens zehn bis 15 Jahren. Die ebenfalls angesprochene mögliche Verlängerung der Line 5 vom Expo-Gelände nach Laatzen-Mitte betrachtet die Region laut Franz dagegen als wirtschaftlich nicht sinnvoll. Gleiches gelte für eine Stadtbahnverlängerung bis Pattensen.

Ein größeres Problem werden aufgrund der schmalen Fahrbahn wohl die Hochbahnsteige in Gleidingen werden. "Es wird immer über die Limmerstraße gesprochen, aber in Gleidingen haben wir die schwierigste Haltestellensituation in ganz Hannover", sagte Franz. "Wir müssen für alle Haltestellen untersuchen, welche Möglichkeiten wir dort haben." Gegebenenfalls müssten Haltepunkte versetzt werden. Für einen weiteren verkehrstechnischen Brennpunkt, die Endhaltestelle in Laatzen-Mitte, hatte die Arbeitsgruppe einen Lösungsvorschlag: Die Region möge eine Bedarfsampel am zur Rentenversicherung gelegenen hinteren Teil der Haltestelle einplanen, um Unfälle zu verhindern.

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Von Daniel Junker

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