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SPD sieht Potenzial für Wohnungsbau im Zentrum

Laatzen-Mitte SPD sieht Potenzial für Wohnungsbau im Zentrum

Werden bald noch mehr Flächen zwischen Park der Sinne und Zentrum bebaut? Die SPD-geführte Mehrheitsgruppe im Rat der Stadt steht solchen Plänen offen gegenüber. Das gelte auch für die Erweiterungsfläche des Parks und für andere Ortsteile, wie die Gruppe nach einer Klausurtagung bekanntgab.

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Die Mehrheitsgruppe im Rat sieht in Laatzen-Mitte noch Potenzial für mehr Wohnungsbau - auch auf der Brachfläche neben dem Copthorne-Hotel. Aktuell entstehen auf der Rückseite des Geländes entlang der Gutenbergstraße Mehrfamilienhäuser.

Quelle: Dorndorf

Laatzen-Mitte. Es scheint, als sei die Entwicklung von Laatzens Zentrum in den Neunzigerjahren stehen geblieben. Tatsächlich sollte die Fläche zwischen dem heutigen Park der Sinne und der Würzburger Straße im Süden damals größtenteils bebaut werden. Doch das Projekt Merkurpark geriet im Vorfeld der Expo ins Stocken, so dass etliche Brachflächen blieben.

Mit der jüngsten Neubebauung entlang der Mergenthaler- und Gutenbergstraße hat sich dies bereits in Teilen geändert. Aus Sicht von SPD, Grünen und Linken könnte dort allerdings noch mehr entstehen. "Die Ratsgruppe steht Plänen für das Ausweisen neuer Flächen für den Wohnungsbau sehr aufgeschlossen gegenüber", heißt es in einer Mitteilung der Gruppe. Diskutiert worden sei dabei unter anderem über Flächen "am Südrand der Erweiterungsfläche des Parks der Sinne". Wie der baupolitische Sprecher der SPD Bernd Stuckenberg erläutert, seien damit sowohl Teile der derzeit ungenutzten Rasenflächen auf dem Erweiterungsgelände als auch Brachflächen südlich davon gemeint - etwa die Fläche neben dem Hellux-Gelände, die derzeit zum Verkauf steht. "Dazu gehört auch das Grundstück neben dem H4-Hotel", ergänzt SPD-Fraktionschef Ernesto Nebot. Selbst eine Überbauung des Parkdecks an der Mergenthalerstraße sei im Gespräch. Beim Park-Erweiterungsgelände wolle man allerdings das Konzept der Verwaltung abwarten, betont Stuckenberg.

Ebenfalls positiv steht die Ratsgruppe den geplanten Bebauungen am Erdbeerhof in Gleidingen, auf dem Hahne-Gelände am Rethener Kircheweg, aber auch einer Fläche "im Grenzgebiet zwischen Laatzen und dem Messegelände" gegenüber. Um welches Areal es sich dabei handelt, will die Ratsgruppe nicht näher erläutern. Eine Absage erteilt Stuckenberg hingegen der Bebauung des Grasdorfer Hartplatzes an der Ohestraße. "Das kann man vergessen", sagt der SPD-Ratsherr - allein schon deshalb, weil die Art und Lage der Grundschulerweiterung noch nicht klar sei.

Ratsgruppe hält an Wohnungsbaugesellschaft fest

Um den Bestand an bezahlbaren Wohnungen zu mehren, halten SPD, Grüne und Linke am Plan eine Wohnungsbaugesellschaft fest - und fühlen sich durch Erfahrungen im Kreis Osnabrück bestätigt. Bei der Klausur habe Horst Baier, Samtgebürgermeister von Bersenbrück im Landkreis Osnabrück, über eine Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft berichtet. Dabei habe sich unter anderem herausgestellt, dass bei einer Überführung kommunaler Gebäude in eine Baugesellschaft nicht zwangsläufig Grunderwerbssteuern anfielen, wie zuletzt in Laatzen eingewendet worden sei, erläutert Nebot. "Wir fühlen uns durch dieses Praxisbeispiel bestätigt und werden die Verwaltung bitten, bereits gerechnete Varianten aufgrund der Bersenbrücker Erkenntnissse fortzuschreiben."

Diskutiert wurde auch über weitere Themen:

Behindertenbeauftragte: Uneins ist die Ratsgruppe in der Frage, ob Laatzen einen Behindertenbeauftragten braucht. SPD, Grüne und Linke wollen "kurzfristig die Lösungsalternativen für eine Entscheidung über das weitere Vorgehen prüfen", heißt es.

Straßenausbaubeiträge: Das jetzige System der Anliegerbeteiligung findet die Ratsgruppe ungerecht, will aber zunächst eine angekündigte Gesetzesänderung abwarten. Danach müssten Alternativen in einer Arbeitsgruppe geprüft werden.

Boule-Platz Alt-Laatzen: Zur Sprache kamen auch Pläne für einen Bouleplatz in Alt-Laatzen. Er könnte auf dem SpVg-Gelände entstehen - in Kooperation mit dem Verein.

Park Rethen: Der Park soll nach dem Willen der Gruppe aufgewertet werden. "Wir sind dabei, Vorschläge zu erarbeiten, die im Haushalt 2018 veranschlagt werden", sagt der Rethener SPD-Ratsherr Matthias Blume. Noch in diesem Jahr strebe man kleinere Verbesserungen an - Bänke, Papierkörbe, eine Beschilderung und die Wiedereinrichtung von Wegen.

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